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October 30, 2026

Webflow vs. HubSpot CMS: Der Vergleich für Scale-ups und Enterprise-Websites

Yannik Moll

Co-Founder & CEO, Growably

Table Of Contents

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Preise und Funktionen geprüft im Oktober 2026

Webflow ist eine eigenständige Website-Plattform, HubSpot Content Hub (früher CMS Hub) ist das CMS innerhalb einer CRM-Suite. Für die meisten B2B-SaaS-Unternehmen mit HubSpot als CRM ist Webflow für die Website plus HubSpot für Kontakte und Automatisierung die stärkere Kombination. HubSpot CMS gewinnt, wenn CRM-gesteuerte Inhalte, geschützte Kundenbereiche oder „ein Vendor für alles“ den Ausschlag geben.

Dieser Vergleich ist für Unternehmen geschrieben, bei denen die Entscheidung wirklich schwierig wird: ab etwa 150 Mitarbeitenden, mit mehreren Teams oder Ländern auf einer Website, mit IT-Security-Review und Einkaufsprozess. Die meisten Vergleiche rechnen mit zwei Redakteuren. Wir rechnen mit Governance, SSO, Freigaben und Total Cost of Ownership, also mit dem, was in Enterprise-Projekten tatsächlich entscheidet.

Eine Offenlegung vorab: Growably ist Webflow Premium Partner mit Enterprise-Status und baut keine HubSpot-CMS-Websites. HubSpot ist in vielen unserer Projekte trotzdem gesetzt, als CRM. Wo HubSpot CMS die bessere Wahl ist, sagen wir es.

Webflow oder HubSpot CMS: die Kurzantwort

Webflow passt, wenn …

  • dein Marketing die Website als Produkt weiterentwickelt und laufend neue Seitentypen, Kampagnen und Komponenten braucht, ohne dass jede Erweiterung ein Entwickler-Ticket wird.
  • die Website deine Positionierung sichtbar machen soll und ein Theme dafür nicht reicht.
  • HubSpot (oder Salesforce) dein CRM bleibt und die Website vor allem Pipeline liefern soll. Die Datenstrecke ins CRM baust du einmal sauber auf.

HubSpot CMS passt, wenn …

  • Inhalte direkt aus CRM-Daten entstehen: Smart Content je Lifecycle-Stage, geschützte Bereiche für Kunden oder Partner.
  • dein Team vor allem Landingpages, Blogposts und E-Mail-Kampagnen innerhalb von HubSpot baut und Marketing Hub ohnehin tief nutzt.
  • Einkauf und IT ausdrücklich einen Vendor für CRM, Marketing und Website wollen.

Unsere Erfahrung: HubSpot CMS ist im Kern ein Feature der HubSpot-Suite, gebaut für Landingpages und Marketing-Assets, die direkt am CRM hängen. Sein größter Vorteil ist die native Datenanbindung. Genau die lässt sich mit Webflow und der HubSpot-Integration mit überschaubarem Aufwand nachbilden. Umgekehrt holt HubSpot CMS die Flexibilität eines Komponentensystems nicht ein.

Webflow Enterprise vs. HubSpot Content Hub Enterprise im Überblick

Ab etwa 150 Mitarbeitenden vergleichst du realistisch die Enterprise-Stufen beider Anbieter. In den Grundfunktionen (Hosting, SSL, Meta-Daten, Redirects, Sitemaps) sind beide gleichauf. Die Unterschiede liegen in Governance, Erweiterbarkeit, Datenanbindung und Kosten.

KriteriumWebflow EnterpriseHubSpot Content Hub Enterprise
GrundprinzipEigenständige Website-Plattform mit visuellem KomponentensystemCMS innerhalb der HubSpot-CRM-Suite, Theme- und Modul-basiert
Seiten und neue BausteineNeue Komponenten visuell im Designer, Marketing baut Seiten darausSeiten aus Theme-Modulen, neue Module per Entwicklung in HubL
Rollen und FreigabenCustom Roles, Page Branching, Publishing WorkflowsTeams, Content-Partitionierung, Content Approvals, Domain-Rechte je Team
SSO und ProvisioningSSO, SCIM und JIT-ProvisioningSSO in Enterprise
Security und AuditSOC 2 Type II, Audit-Log-API, Site Activity Log, eigene SSL-Zertifikate und Security HeaderActivity Logging für Content, Sandbox-Umgebung
DatenhaltungStandardmäßig USA (EU-US Data Privacy Framework, AVV mit Standardvertragsklauseln); EU-Hosting im Enterprise-Plan ab Dezember 2026Wählbares EU-Rechenzentrum in Frankfurt
Verfügbarkeit und Support99,99 % Uptime-SLA, dedizierter CSM, 24/7-SupportSupport rund um die Uhr in Bezahlplänen, geleitetes Onboarding
Multi-Site und Multi-BrandMehrere Sites in einem Workspace, Shared Libraries für das DesignsystemMehrere Root-Domains (bis 10) mit Partitionierung je Team oder Marke
CRM-Daten auf der WebsiteÜber HubSpot-App, Formulare, Tracking-CodeNativ: Smart Content, Memberships, Custom Objects
Tests und PersonalisierungWebflow Optimize mit KI-gestützter Traffic-Verteilung, Zielgruppen auch aus HubSpot-DatenA/B-Tests und Smart Content inklusive
MehrsprachigkeitLocalize (Add-on bzw. Teil des Enterprise-Vertrags)Mehrsprachige Inhalte inklusive
PreisIndividuelles AngebotAb 1.500 USD pro Monat mit 5 Core Seats, weitere Seats 75 USD

Verglichen im Oktober 2026. Quellen: Webflow Enterprise, HubSpot Content Hub Preise, HubSpot-Wissensdatenbank zu Domain-Rechten. Listenpreise in USD bei jährlicher Zahlung, zzgl. Steuern.

Die Enterprise-Kriterien im Detail

Ab wann ist deine Website ein Enterprise-Projekt?

Nicht die Mitarbeiterzahl entscheidet, sondern die Organisation rund um die Website. Ein Unternehmen mit 120 Mitarbeitenden und drei Länderteams hat Enterprise-Anforderungen, eines mit 300 Mitarbeitenden und einem zentralen Marketing-Team oft nicht. Diese fünf Signale zeigen, dass du die Enterprise-Stufen vergleichen solltest:

  • Mehr als fünf Personen bearbeiten die Website, aus mehr als einem Team.
  • Nicht jeder darf alles veröffentlichen, es braucht Freigaben.
  • Die IT verlangt SSO, Offboarding über den Identity Provider und einen Security-Fragebogen.
  • Es gibt mehrere Länder, Sprachen, Marken oder Produktlinien.
  • Die Website ist geschäftskritisch genug, dass Ausfallzeiten vertraglich geregelt sein sollen.

Trifft keines davon zu, reichen die Standardpläne beider Anbieter. Dann ist die Entscheidung vor allem eine Frage von Design-Freiheit und Kosten, und Webflow liegt meist vorne.

Governance: Rollen, Freigaben und Teams

Beide Plattformen lösen Governance auf Enterprise-Niveau, aber mit unterschiedlicher Logik. HubSpot denkt in Teams: Mit Content Hub Enterprise ordnest du Seiten, Blogs und sogar Domains einzelnen Teams zu. Laut HubSpot-Wissensdatenbank setzt die Vergabe von Veröffentlichungsrechten pro Domain Marketing Hub oder Content Hub Enterprise voraus. Ein Länderteam sieht und bearbeitet dann nur seine eigenen Inhalte.

Webflow denkt in Änderungen: Page Branching erlaubt, eine Seite als Kopie zu bearbeiten, während die Live-Version unberührt bleibt. Publishing Workflows und Custom Roles legen fest, wer was freigibt und veröffentlicht. Laut Webflow gehören Page Branching, Publishing Workflows und Custom Roles zum Enterprise-Umfang.

Was das für dich bedeutet: Arbeiten mehrere Marken oder Länder mit getrennten Zuständigkeiten in einem System, ist HubSpots Team-Partitionierung sehr direkt. Arbeiten mehrere Personen am selben Markenauftritt und das Risiko liegt in ungeprüften Änderungen an Kernseiten, passt Webflows Branching-und-Freigabe-Modell besser.

Vorteil: Gleichstand auf Enterprise-Niveau, mit unterschiedlichem Schwerpunkt. HubSpot bei vielen getrennten Teams, Webflow bei vielen Änderungen am selben Auftritt.

SSO, Security und der IT-Review

Beide Anbieter bestehen typische Enterprise-Security-Reviews. Webflow Enterprise bringt laut Webflow SOC-2-Type-II-Zertifizierung, SSO, automatisches User-Provisioning über SCIM und JIT sowie eine Audit-Log-API mit, über die Logins und Rollenänderungen in SIEM-Tools fließen. Dazu kommen eigene SSL-Zertifikate und Security Header. HubSpot bietet SSO, Activity Logging für Content und eine Sandbox-Umgebung in der Enterprise-Stufe.

In der Praxis entscheidet hier selten die Funktionsliste, sondern der Aufwand im Review. Bei HubSpot prüft die IT ein System, das sie als CRM oft schon freigegeben hat. Bei Webflow kommt ein weiterer Anbieter in die Prüfung, mit eigenem Auftragsverarbeitungsvertrag und eigenem Security-Profil. Plane dafür im Projekt Zeit ein. Wie Webflow bei Datenschutz und DSGVO aufgestellt ist, haben wir in Webflow und Datenschutz zusammengefasst.

Ein Punkt, der in DACH-Reviews oft den Ausschlag gibt, ist die Datenhaltung. HubSpot bietet ein EU-Rechenzentrum in Frankfurt; laut HubSpot-Wissensdatenbank können Accounts mit Bezahlplan ihr Rechenzentrum wechseln. Webflow speichert in den regulären Plänen laut seinen Privacy FAQs in den USA, ist nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert und schließt einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Standardvertragsklauseln ab. Ab Dezember 2026 bietet Webflow im Enterprise-Plan EU-Hosting an. Für die meisten Marketing-Websites reicht schon das Standard-Setup. Verlangt eure IT ab sofort EU-Datenresidenz für alle Systeme, ist HubSpot heute der kürzere Weg.

Vorteil: Funktional Gleichstand. HubSpot, wenn EU-Datenresidenz vor Dezember 2026 Pflicht ist oder ein Vendor im Review gespart werden soll.

Verfügbarkeit, SLA und Support

Webflow Enterprise sichert laut Webflow eine Verfügbarkeit von 99,99 % per SLA zu, gehostet auf AWS und ausgeliefert über das CDN von Cloudflare. Dazu gehören ein dedizierter Customer Success Manager, 24/7-Support und Zugang zu Solutions Architects. HubSpot bietet in den Bezahlplänen Support rund um die Uhr und geleitetes Onboarding.

Vorteil: Webflow, wenn du die Verfügbarkeit vertraglich festhalten musst. Prüfe in beiden Fällen, was konkret in deinem Vertrag steht.

Multi-Site, Marken und Länder

HubSpot Content Hub Enterprise verwaltet mehrere Root-Domains in einem Account und kombiniert das mit Partitionierung je Team. Webflow Enterprise verwaltet mehrere Sites in einem Workspace und teilt Designsystem und Komponenten über Shared Libraries.

Der Unterschied liegt im Ziel. HubSpot organisiert getrennte Inhalte unter einem Dach. Webflow hält getrennte Sites visuell und technisch konsistent, weil alle aus derselben Komponentenbibliothek bauen.

Vorteil: HubSpot bei vielen Marken mit getrennten Teams und Daten. Webflow bei mehreren Sites, die wie aus einem Guss wirken sollen.

Mehrsprachigkeit

HubSpot enthält mehrsprachige Inhalte im Preis. In Webflow läuft Mehrsprachigkeit über Localize, das in Standardplänen als Add-on gebucht wird und im Enterprise-Vertrag mitverhandelt werden kann. Für DACH-Unternehmen mit Deutsch und Englisch ist der Unterschied klein. Ab fünf oder mehr Sprachen mit eigenen Länderteams lohnt der genaue Vergleich, inklusive Übersetzungs-Workflow.

Vorteil: HubSpot bei vielen Sprachen ohne Verhandlung, sonst Gleichstand.

Ladezeit, A/B-Tests und Sichtbarkeit in KI-Antworten

Beim Testen ist Webflow inzwischen stärker aufgestellt, bei der Ladezeit entscheidet die Umsetzung. HubSpot enthält A/B-Tests für Seiten ab Content Hub Professional. Webflow bietet mit Optimize A/B-Tests mit KI-gestützter Traffic-Verteilung und Personalisierung für anonyme Besucher, als Add-on ab 299 USD pro Monat. Zielgruppen lassen sich dabei auch aus HubSpot-Daten bilden.

Bei der Ladezeit liefern beide Plattformen Hosting über ein CDN. Langsam werden Seiten in der Praxis durch Skripte: Tracking, Chat-Widgets, Buchungstools und Personalisierung. Auf HubSpot-Websites laufen diese Skripte oft standardmäßig mit, auf Webflow entscheidet ihr bewusst, was geladen wird. Ein gut gebautes HubSpot-Theme kann schnell sein, ein überladenes Webflow-Projekt langsam.

Für die Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und AI Overviews bauen beide Anbieter eigene Funktionen aus: HubSpot mit einem AEO-Tool, Webflow mit AEO-Funktionen direkt in der Plattform. Wichtiger als das Tool ist, dass relevante Inhalte im HTML stehen, strukturiert sind und eure Kategorie klar benennen. Das ist eine Frage von Inhalten und Seitenstruktur, nicht der Plattform.

Vorteil: Webflow bei systematischem CRO und Tests mit anonymen Besuchern. HubSpot, wenn einfache A/B-Tests im bestehenden Paket reichen.

Komponentensystem, Erweiterbarkeit und Entwicklung

Hier liegt der größte strukturelle Unterschied. In HubSpot baut dein Marketing Seiten aus den Modulen eines Themes. Fehlt ein Baustein, schreibt ein Entwickler ein neues Modul in HubL, HubSpots eigener Template-Sprache. In Webflow entsteht ein neuer Baustein visuell im Designer, als Komponente mit festgelegten Feldern, die das Marketing danach selbst befüllt.

Für Enterprise-Teams ist das keine Geschmacksfrage. Wer jedes Quartal neue Use-Case-Seiten, Vergleichsseiten und Kampagnenformate braucht, wartet in HubSpot regelmäßig auf HubL-Entwicklung. In Webflow wächst das Komponentensystem mit, und dein Team baut on-brand weiter. Für tiefere Integrationen bietet Webflow zusätzlich React-Komponenten aus dem eigenen Code-Repository, Webflow Cloud für Web-Apps und eine API für Automatisierungen.

Das ist auch der Grund, warum wir bei Growably jedes Design in Komponenten statt in Einzelseiten bauen. Nach dem Relaunch soll dein Team Seiten selbst und on-brand erstellen können, auch mit AI.

Vorteil: Webflow, sobald dein Marketing regelmäßig neue Formate braucht.

CRM-Daten, Personalisierung und geschützte Inhalte

Das ist HubSpots stärkstes Argument. Seiten greifen nativ auf Kontakt-, Firmen- und Deal-Daten zu. Smart Content zeigt Bestandskunden eine andere Headline als Erstbesuchern, Memberships schützen Bereiche für registrierte Kontakte, und Custom Objects bringen eigene Datenmodelle auf die Website.

Webflow bildet einen Teil davon über Integrationen ab. Die HubSpot-App bindet Formulare und Tracking-Code ein, und Webflow Optimize kann laut Webflow-Hilfe Zielgruppen aus HubSpot-Daten bilden. Geschützte Bereiche löst Webflow seit der Einstellung der User Accounts im Januar 2026 laut Webflow-Hilfe über Drittanbieter wie Memberstack oder Outseta.

Vorteil: HubSpot, wenn CRM-gesteuerte Inhalte oder Kundenportale zum Kern deines Marketings gehören. Für Lead-Erfassung und Attribution reicht die Integration, dazu unten mehr.

Was kostet Webflow vs. HubSpot CMS auf Enterprise-Niveau?

Die Lizenz ist auf Enterprise-Niveau selten der größte Kostenblock. Teurer sind Implementierung, laufende Weiterentwicklung und die Zeit, die dein Team auf Entwickler wartet. Wer nur Listenpreise vergleicht, vergleicht das Falsche.

Lizenzkosten

HubSpot Content Hub Enterprise kostet laut Listenpreis 1.500 USD pro Monat bei jährlicher Zahlung, inklusive 5 Core Seats. Jeder weitere Core Seat kostet 75 USD pro Monat. Wichtig für die Planung: HubSpot rechnet alle Core Seats eines Accounts zur höchsten gebuchten Stufe ab.

Beispiel: 15 Personen bearbeiten die WebsiteRechnungpro Monat
Content Hub Enterprise inkl. 5 Core Seats1 × 1.500 USD1.500 USD
10 weitere Core Seats10 × 75 USD750 USD
Summe2.250 USD = 27.000 USD pro Jahr

Nutzt dein Team Marketing Hub Enterprise schon, sind viele dieser Seats eventuell bereits bezahlt. Kläre das mit deinem HubSpot-Account-Manager, bevor du rechnest.

Webflow Enterprise hat keinen Listenpreis. Der Preis wird individuell verhandelt und hängt von Anzahl der Sites, Seats, Bandbreite, CMS-Volumen und Add-ons wie Localize, Analyze und Optimize ab. Hol dir das Angebot früh, damit du mit echten Zahlen vergleichst.

Implementierung und Weiterentwicklung

Die größeren Unterschiede liegen hinter der Lizenz:

  • Neue Bausteine: In HubSpot entsteht jedes neue Modul durch HubL-Entwicklung. In Webflow baut jemand mit Designer-Kenntnissen die Komponente visuell. Bei einem Team, das laufend neue Seitentypen braucht, summiert sich das über die Jahre stärker als jede Lizenzdifferenz.
  • Integration ins CRM: Mit HubSpot CMS ist die Grundstrecke vorkonfiguriert. Mit Webflow richtest du Formulare, Tracking und Consent einmal sauber ein und testest sie vor dem Launch. Das ist Projektaufwand, aber einmalig.
  • Security-Review: Bei Webflow kommt ein zusätzlicher Anbieter in den IT-Review. Plane einige Wochen dafür ein, parallel zum Design.
  • Migration: Ein Plattformwechsel kostet in beide Richtungen. Bei Webflow-Relaunches rechnen wir meist mit zwei bis vier Monaten, je nach Umfang und Content-Migration.

Unsere Einschätzung: Über drei Jahre gerechnet ist Webflow für Marketing-Teams, die ihre Website aktiv weiterentwickeln, meist die günstigere Plattform, weil weniger Entwicklungsaufwand pro neuem Format anfällt. HubSpot CMS ist günstiger, wenn die Website selten neue Formate braucht und Marketing Hub Enterprise die Seats ohnehin trägt.

Webflow mit HubSpot als CRM: So bleibt die Datenstrecke vollständig

Der häufigste Einwand gegen Webflow lautet: „Dann liegen unsere Daten nicht mehr in HubSpot.“ Das stimmt nicht. Bei einem sauberen Setup landen Formulare, Seitenaufrufe und Kampagnenquellen genauso im HubSpot-CRM wie bei einer HubSpot-Website. Der Unterschied: Die Strecke ist nicht vorkonfiguriert, sondern wird einmal aufgebaut und vor dem Launch getestet.

Ein belastbares Setup besteht aus fünf Teilen:

  1. HubSpot-Tracking-Code auf allen Seiten, geladen erst nach Einwilligung über deine Consent-Lösung. So verknüpft HubSpot Seitenaufrufe mit Kontakten, ohne gegen die Einwilligungspflicht zu verstoßen.
  2. Formulare: Entweder eingebettete HubSpot-Formulare, die dein Team komplett in HubSpot pflegt, oder Webflow-Formulare, die über die HubSpot-App von Webflow an HubSpot übergeben werden. Für komplexe Formulare mit Dropdowns, Checkboxen oder mehrstufiger Demo-Anfrage nutzen wir in der Regel HubSpot-Formulare.
  3. Attribution: UTM-Parameter und Quelle werden über versteckte Felder an jeden Kontakt übergeben, auch über mehrere Seitenaufrufe hinweg.
  4. Externe Tools: Buchungstools, Chat und Produkt-Signups schreiben oft direkt ins CRM und verlieren dabei die Kampagnenquelle. Diese Strecken müssen bewusst angebunden werden.
  5. Test vor dem Launch: Jedes Formular, jede Quelle, jede Consent-Variante wird einmal durchgespielt, bevor die Website live geht.

Damit ist der wichtigste Vorteil von HubSpot CMS, die Daten in einem System, mit überschaubarem Aufwand abgebildet. Was bleibt, sind Smart Content und Memberships, also Inhalte, die sich aus CRM-Daten zusammensetzen. Wie wir Tracking von der Website bis ins CRM aufsetzen, zeigen wir auf unserer Seite zu Website-Tracking für B2B SaaS.

Und HubSpot-Landingpages? Viele Teams behalten Kampagnen-Landingpages übergangsweise in HubSpot, etwa auf einer Subdomain, und betreiben die Hauptwebsite auf Webflow. Als Übergang funktioniert das. Dauerhaft pflegst du dann zwei Designsysteme, und jede Markenänderung fällt doppelt an. Mit einem Komponentensystem in Webflow baut dein Team Landingpages in derselben Zeit selbst.

Vier Einwände gegen Webflow und was davon stimmt

In vielen Vergleichen, vor allem von HubSpot-Partnern, tauchen dieselben Argumente gegen Webflow auf. Einige stimmen, andere sind veraltet.

„Webflow braucht Zapier oder Make, um mit HubSpot zu sprechen.“ Veraltet. Die HubSpot-App von Webflow bindet HubSpot-Formulare ein, überträgt Webflow-Formulare und setzt den Tracking-Code. Zapier brauchst du nur für Sonderfälle.

„Bei Webflow fehlt Governance, Nicht-Designer machen das Design kaputt.“ Für Standardpläne teilweise richtig, für Enterprise nicht. Webflow Enterprise hat Custom Roles, Page Branching und Publishing Workflows. Redakteure arbeiten im Editor mit freigegebenen Komponenten, das Design selbst bleibt geschützt.

„Für jede Änderung braucht Webflow einen Entwickler.“ Das hängt vom Aufbau ab, nicht von der Plattform. Eine Webflow-Website aus einem sauberen Komponentensystem baut dein Marketing selbst weiter. Eine Website aus Einzelseiten ohne System braucht für jede Änderung jemanden mit Designer-Kenntnissen. Bei HubSpot gilt dasselbe für neue Module, nur in HubL statt visuell.

„Der Vertrieb sieht nicht mehr, was Leads auf der Website tun.“ Stimmt nur bei schlechter Integration. Mit HubSpot-Tracking-Code und sauber angebundenen Formularen erscheinen Seitenaufrufe und Formulareinträge in der Kontakt-Timeline wie bei einer HubSpot-Website. Was wirklich fehlt, sind Smart Content und Memberships auf Basis von CRM-Daten.

Wann wir von Webflow abraten

Webflow ist nicht für jedes Enterprise-Setup die richtige Wahl. In diesen vier Fällen empfehlen wir, bei HubSpot CMS zu bleiben oder es zu wählen:

  • Die Website ist ein Kundenportal. Wenn Kunden oder Partner sich einloggen und personalisierte Inhalte aus dem CRM sehen, ist HubSpot mit Memberships und Custom Objects die direktere Lösung. Webflow braucht dafür Drittanbieter.
  • Smart Content ist Kern der Strategie. Wenn ihr Inhalte heute schon aktiv nach Lifecycle-Stage, Branche oder Account ausspielt und das messbar Pipeline bringt, verliert ihr mit einem Wechsel mehr, als ihr gewinnt.
  • Die Website ändert sich selten. Wenn ein solides Theme reicht und neue Formate die Ausnahme sind, spielt Webflows Komponentenvorteil kaum eine Rolle.
  • Einkauf will genau einen Vendor. Wenn ein zusätzlicher Anbieter im Security-Review ein Ausschlusskriterium ist, ist HubSpot CMS der pragmatische Weg.

In allen anderen Fällen, vor allem wenn Marketing die Website laufend weiterentwickelt, ist Webflow mit HubSpot als CRM unsere Empfehlung.

Wechsel von HubSpot CMS zu Webflow: Ablauf und Aufwand

Beim Wechsel zieht nur die Website um. CRM, Kontakte, Workflows und Reporting bleiben unverändert in HubSpot. Der Aufwand hängt davon ab, wie viel HubSpot auf der Website nebenbei erledigt hat. Den kompletten Projektablauf mit Kosten und Zeitplan beschreibt unser Praxis-Guide zum Website-Relaunch für SaaS.

  1. Bestandsaufnahme: Welche Seiten bringen heute Traffic und Leads? Welche Formulare, Smart-Content-Regeln, HubDB-Tabellen und Memberships sind im Einsatz? Was davon braucht einen Ersatz?
  2. Komponentensystem statt Seitenkopie: Die neue Website wird aus wiederverwendbaren Komponenten gebaut, nicht Seite für Seite nachgebaut. Blogposts und strukturierte Inhalte ziehen in Webflow-CMS-Collections um.
  3. Datenstrecke neu aufbauen: Tracking-Code, Formulare, versteckte Felder und Consent werden wie oben beschrieben angebunden und getestet.
  4. Redirects und SEO: Jede alte URL bekommt eine 301-Weiterleitung auf ihr neues Ziel, Meta-Daten und strukturierte Daten werden übernommen. Worauf es dabei ankommt, steht in unserem Leitfaden zum Website-Relaunch ohne SEO-Verlust.
  5. Launch und Messung: Nach dem Go-live vergleichst du Rankings, Traffic und Leads mit dem Stand vorher und behebst Abweichungen früh.

Unterschätzt wird fast immer die Content-Migration. Inhalte, die im alten System als einzelne Seiten mit unterschiedlicher Struktur gebaut wurden, müssen in ein einheitliches CMS-Template überführt werden. Kläre vor Projektstart, wer diesen Aufwand trägt. Wie ein Plattformwechsel konkret abläuft, zeigt auch unser Leitfaden zur Migration von TYPO3 zu Webflow; die Schritte gelten für HubSpot genauso.

Plattform klären, bevor der Relaunch startet

Growably ist eine Webflow-Agentur für B2B SaaS, Webflow Premium Partner mit Enterprise-Status, und hat über 120 Software-Unternehmen bei ihrer Website begleitet. In den meisten dieser Projekte bleibt HubSpot das CRM und Webflow wird die Website. Wir bauen beides so zusammen, dass dein Team danach selbst Seiten erstellt und jeder Lead mit seiner Quelle im CRM ankommt.

Im Strategie-Call schauen wir uns dein Setup an und sagen dir offen, ob sich ein Wechsel lohnt oder ob HubSpot CMS für euch die bessere Wahl bleibt. Wie ein Website-Relaunch mit Growably abläuft, findest du auf unserer Relaunch-Seite, oder du buchst direkt einen Strategie-Call.

Häufige Fragen zu Webflow vs. HubSpot

Ist Webflow Enterprise-tauglich?

Ja. Webflow Enterprise bietet SSO mit SCIM-Provisioning, SOC-2-Type-II-Zertifizierung, Custom Roles, Page Branching, Publishing Workflows, eine Audit-Log-API und ein Uptime-SLA von 99,99 %. Unternehmen wie Docusign, Lattice und Fivetran betreiben ihre Websites auf Webflow Enterprise.

Kann ich HubSpot als CRM behalten, wenn die Website auf Webflow läuft?

Ja, das ist die häufigste Kombination bei B2B-SaaS-Unternehmen. Formulare, Tracking-Code und Kampagnenquellen werden an HubSpot übergeben, Kontakte, Workflows und Reporting bleiben in HubSpot. Die Strecke wird einmal eingerichtet und vor dem Launch getestet.

Was kostet HubSpot Content Hub Enterprise?

Laut Listenpreis 1.500 USD pro Monat bei jährlicher Zahlung, inklusive 5 Core Seats. Weitere Core Seats kosten 75 USD pro Monat. Mit 15 Bearbeitenden liegst du bei rund 27.000 USD pro Jahr, ohne Implementierung.

Was kostet Webflow Enterprise?

Webflow Enterprise hat keinen öffentlichen Listenpreis. Der Preis wird individuell verhandelt und hängt von Sites, Seats, Bandbreite, CMS-Volumen und Add-ons ab. Ein Angebot bekommst du über Webflow direkt oder über einen Enterprise-Partner.

Brauchen wir Marketing Hub, wenn die Website auf Webflow läuft?

Für Formulare ins CRM reicht ein HubSpot-Account. Marketing Hub brauchst du für Automatisierung wie E-Mail-Strecken, Lead-Scoring und Kampagnen-Reporting. Das gilt unabhängig davon, auf welcher Plattform die Website läuft.

Ist Webflow oder HubSpot CMS besser für SEO?

Beide liefern die technische Basis: eigene Meta-Daten, Redirects, Sitemaps, saubere URLs und schnelles Hosting über ein CDN. Rankings entscheiden Inhalte, Seitenstruktur und interne Verlinkung. Wichtiger als die Plattform ist, wie schnell dein Team neue Seiten veröffentlichen kann. Welche Einstellungen Webflow dafür mitbringt, zeigt unser Überblick zu SEO-Settings und Tools in Webflow.

Wie lange dauert ein Wechsel von HubSpot CMS zu Webflow?

Ein Relaunch auf Webflow dauert meist zwei bis vier Monate, abhängig von Seitenzahl, Content-Migration und Integrationen. Bei Enterprise-Projekten kommt der Security-Review von Webflow dazu, der parallel zum Design laufen sollte.

Welches CMS eignet sich für viele Landingpages und mehrere Sprachen?

Für ein wachsendes Softwareunternehmen mit vielen Kampagnen-Landingpages und mehreren Sprachen empfehlen wir meist Webflow mit Komponentensystem und Localize. Dein Team baut neue Landingpages aus freigegebenen Bausteinen selbst, und Übersetzungen laufen im selben System. HubSpot ist die bessere Wahl, wenn Landingpages eng mit E-Mail-Kampagnen und Smart Content verzahnt sind oder sehr viele Sprachen ohne Aufpreis nötig sind. Framer eignet sich eher für kleinere Websites mit wenig CMS-Inhalten.

Welche Nachteile hat HubSpot CMS?

HubSpot CMS ist an Themes und Module gebunden; eigene Layouts und neue Bausteine brauchen Entwicklung in HubL. Die Kosten steigen mit jedem Core Seat, und Funktionen wie Teams, Freigaben und Multi-Domain gibt es erst in Enterprise. Dazu kommt die Bindung an ein System: Wer später das CRM wechselt, muss auch die Website migrieren.

Welche Alternativen gibt es zu Webflow und HubSpot CMS?

Häufig verglichen werden außerdem WordPress, TYPO3 und Headless-CMS wie Storyblok. Wie Webflow gegen das meistgenutzte System abschneidet, zeigt unser Vergleich Webflow vs. WordPress. Für sehr content-lastige Websites mit eigenem Entwicklerteam kann ein Headless-CMS die passendere Wahl sein.

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Yannik Moll

Yannik Moll

Co-Founder & CEO, Growably

Verantwortet Strategie und Kundenarbeit bei Webflow-Relaunches und Growth-Programmen für B2B-SaaS.

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