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Webflow
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Published on
October 20, 2026

Yannik Moll
CEO
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Ein Website-Relaunch ist für SaaS-Unternehmen eines der größten Marketing-Projekte überhaupt. Er bindet Budget, Teamzeit und Aufmerksamkeit über Monate. Und er birgt ein echtes Risiko: Wer ihn falsch angeht, verliert Rankings, Leads und am Ende Pipeline.
Die meisten Relaunches scheitern dabei nicht am Launch-Tag. Sie scheitern Monate vorher: an einem Positioning, das nie entschieden wurde, an 80 Feature Pages, die niemand neu schreiben kann, oder an einer URL-Struktur, die eine Woche vor Go-live noch einmal geändert wird. Klassische Checklisten setzen deshalb zu spät an. Sie listen auf, was kurz vor dem Launch zu prüfen ist, obwohl die entscheidenden Weichen längst gestellt sind.
In diesem Guide zeigen wir euch den kompletten Ablauf eines SaaS-Relaunches in acht Schritten: vom ersten Ziel bis zur Optimierung nach dem Go-live. Er basiert auf Relaunches für über 120 Software-Unternehmen, auf Migrationen von TYPO3, WordPress und anderen Systemen zu Webflow und auf den Fehlern, die wir dabei selbst gesehen haben. Dazu bekommt ihr realistische Kosten, eine ausführliche Relaunch-Checkliste und unser Page-Structure-Sheet als Vorlage.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Website-Relaunch ist die umfassende Neuaufsetzung einer bestehenden Website. Je nach Projekt ändern sich Technik, Design, Inhalte, Seitenstruktur oder sogar die Domain, oft mehreres gleichzeitig.
Relaunch oder Redesign? Die Begriffe werden in der Praxis sehr unterschiedlich verwendet, teils sogar gegensätzlich. Wir grenzen sie so ab: Ein Redesign verändert das Erscheinungsbild. Ein Relaunch ist der Oberbegriff für die Neuaufsetzung und kann ein Redesign enthalten, aber auch Technik, Inhalte und Struktur umfassen.
Wichtiger als der Begriff ist die Frage, was genau sich ändert. Davon hängen Risiko, Aufwand, Kosten und der Scope der Redirects ab. Deshalb ist die erste Entscheidung in jedem Projekt: Welcher Relaunch-Typ ist es?
| Relaunch-Typ | Was sich ändert | SEO-Risiko | Typische Erwartung |
|---|---|---|---|
| Plattform-Migration | Technik und CMS. Inhalte und URLs bleiben | Niedrig | Gleichbleibend oder Uplift durch bessere Technik |
| Design-Relaunch | Design und Templates. Inhalte bleiben 1:1 | Niedrig | Gleichbleibend oder Uplift |
| Komplett-Relaunch | Technik, Design, Inhalte und Seitenstruktur | Mittel bis hoch | Hängt davon ab, wie kontrolliert ihr vorgeht |
| Domainwechsel | Die Domain, meist plus weitere Änderungen | Sehr hoch | Lange Erholungsphase möglich |
Plattform-Migration. Ihr wechselt das System, etwa von TYPO3 oder WordPress zu Webflow, und übernehmt Inhalte und URLs. Weil sich am Content nichts ändert, gibt es selten Ranking-Verluste. Oft seht ihr sogar einen Uplift, weil ältere Plattformen Lücken im technischen SEO haben, zum Beispiel fehlendes Schema Markup. Wie groß der Effekt ist, hängt davon ab, wie gut die alte Plattform aufgesetzt war.
Design-Relaunch. Neues Design und neue Templates, die Inhalte bleiben gleich. Das Risiko ist ähnlich gering, solange die neuen Templates keine Inhalte verlieren. Genau das passiert aber häufiger als gedacht: Texte werden fürs neue Layout gekürzt, H1s verschwinden, interne Links fallen weg.
Komplett-Relaunch. Technik, Design, Inhalte und Seitenstruktur werden gleichzeitig erneuert. Das wünschen sich die meisten, und es ist unter den drei Varianten die riskanteste. Wenn sich alles auf einmal ändert, könnt ihr hinterher nicht mehr sagen, was einen Verlust ausgelöst hat, und ihn auch nicht gezielt rückgängig machen. Wie ihr das Risiko trotzdem klein haltet, zeigt das Grundprinzip Foundation first.
Domainwechsel. Die gesamte Autorität, die ihr bei Google und in AI-Suchmaschinen aufgebaut habt, hängt an eurer Domain. Ein Wechsel muss all diese Signale übertragen, und das dauert. Eine Studie zu Domain-Migrationen kam im Schnitt auf 523 Tage, bis der organische Traffic wieder das alte Niveau erreichte. 17 % der Seiten erholten sich auch nach 1.000 Tagen nicht. Überlegt euch einen Domainwechsel deshalb sehr genau. Wenn er nötig ist, gehört er in die Hand einer spezialisierten SEO-Agentur, begleitet von der Website-Agentur.
Übrigens: Die Horrorzahlen zu Traffic-Verlusten, die in vielen Relaunch-Artikeln stehen, stammen fast immer aus Domainwechseln. Für eine saubere Plattform-Migration sind sie nicht repräsentativ.
Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Website euer Wachstum bremst und kleinere Optimierungen das nicht mehr lösen. Die häufigsten Anzeichen:
Ein Satz sollte euch stutzig machen: „Wir relaunchen, damit wir besser ranken.“ Ein Relaunch allein macht euch nicht sichtbarer. Wenn ihr schon starken Content und gute Rankings habt, aber die Technik bremst, kann eine saubere Migration einen spürbaren Uplift bringen. Ist der Content aber noch nicht ausgereift, ändert kein neues Design daran etwas. Dann ist eine Migration oder ein Design-Relaunch sinnvoll, aber die eigentliche Arbeit liegt danach beim Content.
Steckt ihr intern mitten in einer Diskussion über Positioning oder Pricing, wartet mit dem Relaunch, bis sie entschieden ist. Diese Diskussionen dauern fast immer länger als geplant, und die Website braucht ihr Ergebnis als Grundlage. Mehr dazu in Schritt 1.
Gängige Faustregeln sprechen von einem Relaunch alle zwei bis fünf Jahre. Wir halten mehr von einem anderen Ansatz: die Website kontinuierlich auf Basis echter Daten verbessern, statt alle paar Jahre alles neu zu machen. Dieser Ansatz ist auch als Growth-Driven Design bekannt. Ein großer Relaunch ist dann nur nötig, wenn das Fundament selbst veraltet ist: Plattform, Design-System oder Informationsarchitektur. Ein guter Relaunch legt genau dieses Fundament, damit ihr danach laufend optimieren könnt.
Bevor wir in die einzelnen Schritte gehen, ein Prinzip, das sich durch den ganzen Guide zieht: Der Relaunch setzt das Fundament. Optimiert wird danach.
Viele Relaunches sollen alles auf einmal lösen: bessere Rankings, mehr Conversions, eine Plattform, mit der das Marketing endlich arbeiten kann, ein neues Design, und das ohne Risiko. Das sind zu viele Ziele für ein Projekt. Am Ende wird vieles ein bisschen verbessert, aber nichts richtig, und das Risiko steigt, dass etwas schiefgeht.
Foundation first heißt konkret:
Warum das so wenige Agenturen empfehlen. Im Sales-Call sitzt meist das C-Level, und das wünscht sich eine komplett neue Website: neue Templates, neuer Content, alles neu. Es ist unbequem zu sagen: „Diese Seiten ranken gut, die würden wir nicht anfassen.“ Ein Komplett-Relaunch ist schlicht leichter zu verkaufen. Aus unserer Erfahrung ist der kontrollierte Weg trotzdem der einzig richtige, gerade bei großen Websites. Genau so setzen wir jeden Website-Relaunch für B2B SaaS auf.
Ein Relaunch lässt sich in acht Schritte gliedern. Wichtig: Die größten Risiken entstehen in den ersten drei Schritten, nicht am Launch-Tag.
In der Praxis laufen einige Schritte parallel, etwa Design und Content. Die Reihenfolge der Entscheidungen sollte aber genau so bleiben.
In diesem Schritt entscheidet ihr, was der Relaunch leisten soll und was nicht. Er ist der wichtigste des ganzen Projekts, denn der größte Blocker in Relaunches ist selten der Content selbst. Es sind Grundsatzentscheidungen, die erst im Projekt auffallen und dann auf höchster Ebene diskutiert werden müssen.
Legt fest, welches Problem der Relaunch lösen soll: mehr qualifizierte Leads, ein Marketing-Team, das selbstständig arbeiten kann, eine Website, die zur neuen Produktstrategie passt, oder eine bessere technische Basis. Priorisiert. Wer alle Ziele gleichzeitig angeht, erreicht meist keines richtig. Startet bei den konkreten Mängeln, die den Relaunch ausgelöst haben, und definiert für jedes Ziel einen KPI, zum Beispiel Demo-Requests pro Monat oder die Time-to-Launch einer neuen Landingpage.
Entscheidet, welcher der vier Relaunch-Typen es ist. Ohne diese Entscheidung lassen sich weder Kosten und Zeit noch der Aufwand für Redirects realistisch planen. Seid dabei ehrlich zu euch: „Wir machen alle 80 Feature Pages neu“ sagt sich im Kickoff leicht. Im Projekt merken die meisten Teams, dass sie das neben dem Tagesgeschäft nicht schaffen.
Spätestens wenn es um die Homepage geht, kommt die Frage: Als was sollen Besucher euch wahrnehmen? Als CRM, als HR-Tool, als Newsletter-Software? Dieses Framing entscheidet, wie alles danach gelesen wird.
Ein Vergleich: Wer auf einer Geburtstagsparty eine Versicherung angeboten bekommt, ist dafür gedanklich nicht im richtigen Rahmen. In der Bank ist das anders. Genauso legt der erste Eindruck eurer Website fest, in welchem Rahmen Besucher alles Weitere lesen.
In diesen Gesprächen merken viele Teams, dass ihr Positioning intern noch nicht festgelegt ist. Die Folge sind lange Abstimmungen auf C-Level und Verzögerungen in der Timeline. In einer Website-Strategie kann eine Agentur beraten und Werkzeuge mitbringen, aber das Positioning muss von innen kommen. Ein Website-Projekt ist oft der Auslöser, es zu überarbeiten. Entschieden werden sollte es aber intern und danach auf die Website gebracht werden, nicht anhand der Website.
Erstaunlich viele SaaS-Unternehmen beginnen erst mit dem Website-Projekt, über ihr Pricing nachzudenken. Bei Darstellung und UX der Pricing-Seite kann die Agentur helfen. Welche Pakete, Module und Preise es gibt, kann aber nur das Unternehmen entscheiden.
Benennt einen Owner, der Feedback bündelt und entscheidet. Wenn drei Founder unabhängig voneinander kommentieren, oft sogar widersprüchlich, kostet das alle Beteiligten Zeit. Das gilt auch für SEO: Auf eurer Seite braucht es jemanden, der fachlich Verantwortung für Rankings und Inhalte übernimmt.
Typische Fehler in diesem Schritt
Bevor ihr irgendetwas verändert, haltet ihr fest, was heute funktioniert. Diese Bestandsaufnahme ist zugleich eure Vergleichsbasis nach dem Launch. Ohne sie wisst ihr später nicht, ob der Relaunch geholfen oder geschadet hat.
Prüft zuerst, ob euer Tracking überhaupt verlässlich ist. Häufig ist es nicht sauber implementiert: Conversions werden falsch gezählt, Formulare nicht erfasst, AI Visibility wurde nie gemessen. Dann fehlt die Grundlage, um datenbasiert zu entscheiden, welche Seiten wichtig sind. Man kann auf Basis von Erfahrung und Best Practices arbeiten, aber nach dem Launch fehlt euch der Vergleichswert. Ist das Tracking unzuverlässig, bringt es zuerst in Ordnung, zum Beispiel mit einem sauberen Tracking-Setup mit GA4 und Google Tag Manager.
Erstellt ein Inventar aller Inhalte: Welche Seiten gibt es, was leisten sie, wie sind sie gebaut? Bewertet jede Seite nach Traffic, Rankings, Conversions und strategischer Relevanz. Daraus ergibt sich, was ihr 1:1 übernehmt, was ihr überarbeitet und was wegfallen kann.
Vorsicht bei rein datenbasierten Audits. Wir haben erlebt, dass ein Audit eine Seite zum Löschen vorgeschlagen hat, weil sie in drei Monaten kaum Besuche hatte. Sie war erst drei Wochen online. Daten brauchen immer eine inhaltliche Einordnung.
Prüft, ob eure Buyer Personas noch aktuell sind. Mit dem Produkt verändert sich oft auch der ICP. Fragt Kunden und Sales-Team, was Besucher auf der Website suchen, wo sie hängen bleiben und welche Fragen im Sales-Call immer wieder kommen. Diese Antworten sind eine bessere Grundlage für die neue Website als jede interne Annahme.
Schaut euch an, wie eure stärksten Competitors ihre Websites aufbauen: Welche Inhalte bieten sie, wie positionieren sie sich, welche Calls-to-Action nutzen sie? Interessanter als das, was sie gut machen, sind ihre Lücken. Was fehlt dort, das ihr bieten könnt? Kopiert keine Website. Eine Kopie wirkt immer schwächer als das Original. AI-Tools beschleunigen diese Analyse deutlich.
Typische Fehler in diesem Schritt
In diesem Schritt legt ihr fest, welche Seiten es künftig gibt, wie sie zusammenhängen und unter welchen URLs sie erreichbar sind. Hier entsteht das größte SEO-Risiko eines Relaunches, nicht erst bei den Redirects. Jede Entscheidung über Seitentypen, URLs und das Zusammenlegen von Seiten ist auch eine Entscheidung über Rankings.
Besucher sollten jederzeit wissen, wo sie sind, und mit wenigen Klicks zu dem kommen, was sie suchen: Produktinformationen, Preise, eine Demo. Eine gute Orientierung ist die Buyer Journey. Jede Phase braucht passende Inhalte.
| Phase | Was Besucher wollen | Passende Inhalte |
|---|---|---|
| Awareness | Ein Problem verstehen | Blogartikel, Ratgeber, Glossar |
| Consideration | Lösungsansätze vergleichen | Product und Feature Pages, Comparison Pages, Webinare |
| Decision | Eine konkrete Lösung auswählen | Pricing, Case Studies, Demo und Free Trial |
Bevor irgendjemand über Redirects nachdenkt, braucht ihr eine abgestimmte Seitenstruktur: alle Seiten, ihre URLs, Titles und ob sie indexiert werden sollen, am besten in einem Sheet. Dieses Sheet wird freigegeben und danach nur noch abgestimmt verändert. Die Reihenfolge ist entscheidend: erst die Seitenstruktur, dann das Redirect-Mapping, dann das Schema Markup. Wer URLs noch ändert, nachdem das Mapping steht, macht die Arbeit doppelt oder produziert Lücken.
Unser Page-Structure-Sheet könnt ihr als Vorlage kopieren. Es enthält Spalten für Page Type, neue URL, Title Tag, Meta Description und Index-Status, inklusive automatischer Längenprüfung.
Grundlage ist euer Content-Audit aus Schritt 2. Gibt es mehrere Seiten, die für dasselbe Thema ranken, sind sie Kandidaten für eine Zusammenlegung. Aber auch hier gilt Foundation first: erst migrieren, dann zusammenführen. So seht ihr den Effekt jeder Zusammenlegung.
Neue Seiten hinzuzufügen ist unkritisch. Vorsichtig solltet ihr beim Löschen großer Seitenblöcke sein. Auch wenn einzelne Seiten kaum ranken, kann ihr Inhalt in der Summe eure thematische Autorität stützen. 100 Seiten auf einmal zu löschen ist eine andere Entscheidung als eine einzelne Seite zu entfernen.
Wenn ihr Seitentypen umbaut, etwa Use-Case-Seiten durch Persona-Seiten ersetzt, ändert ihr auch, wofür ihr rankt. Die wichtigste Regel: keine zwei Seiten zum selben Thema. Eine Feature Page „E-Rechnung“ und eine Use-Case Page „E-Rechnung schreiben“ konkurrieren miteinander. Kleine, wiederverwendete Sections wie eine Benefit-Leiste sind dagegen kein Problem.
Überschätzt: Solution, Persona und Feature Pages. Fast jede SaaS-Website hat zehn oder mehr Solution Pages, dazu Persona, Industry und Feature Pages. In den Daten unserer Kunden ranken die meisten davon kaum, denn kaum jemand sucht nach „Tool XY für Buchhalter“. Als Kampagnen-Landingpages oder zur Orientierung für bestimmte Rollen können sie trotzdem sinnvoll sein. Baut sie nur nicht in der Erwartung, dass sie SEO-Traffic bringen. Und wenn doch, dann auf Basis einer Keyword-Analyse statt eurer internen Use-Case-Liste. Seiten dieser Art könnt ihr gut nach dem Launch bauen.
Unterschätzt: gute Comparison Pages. Comparison Pages sind meist Tabellen voller Häkchen, die zeigen sollen, warum das eigene Tool besser ist. Das hat zwei Probleme. Erstens können Suchmaschinen und AI-Assistenten ein Häkchen nicht zitieren. Schreibt in jede Zelle ein, zwei Sätze, etwa „in 10 Minuten ohne Vorkenntnisse eingerichtet“. Für Paid-Landingpages funktionieren Häkchen dagegen gut. Zweitens stimmt oft das Framing nicht. Ein guter Vergleich ist fair, wie ein Schiedsrichter, der die Unterschiede beschreibt. Eure Differenzierung ergibt sich aus Produkt und Positioning und muss nicht übertrieben werden.
Typische Fehler in diesem Schritt
In diesem Schritt wird die Seitenstruktur zu konkreten Layouts. Besucher bilden sich in Sekundenbruchteilen einen ersten Eindruck von einer Website. Gleichzeitig muss das Design mehr leisten als gut auszusehen: Es muss eure Inhalte tragen und eurem Marketing-Team erlauben, schnell neue Seiten zu bauen.
Startet mit Wireframes, also groben Layouts ohne Farben und Bilder. So diskutiert ihr zuerst über Struktur und Inhalte, nicht über Farbtöne. Das finale Design entsteht erst, wenn die Wireframes freigegeben sind. Denkt die Mobile Experience von Anfang an mit, denn ein wachsender Teil eures Traffics kommt über das Smartphone.
Gestaltet keine Einzelseiten, sondern ein System aus wiederverwendbaren Components: Hero Sections, Feature Blocks, Testimonials, Comparison Tables, CTA Sections. In Webflow werden daraus Components mit Variants, die euer Team selbst kombinieren kann. Das ist die Grundlage für Foundation first: Neue Use-Case Pages oder Landingpages entstehen nach dem Launch in Stunden statt Wochen. Wie das aussieht, zeigt unser Ansatz für B2B-Webdesign als System.
Besucher sollten intuitiv finden, was sie suchen, und mit wenigen Klicks eine Demo anfragen oder das Produkt testen können. Achtet auf klare Navigation, eindeutige CTAs und ausreichende Kontraste. Barrierefreiheit nach WCAG gehört heute zum Standard. Sie verbessert die Nutzbarkeit für alle und hilft Suchmaschinen, eure Seiten zu verstehen.
Prüft jedes Template mit echten Inhalten, nicht mit Platzhaltertext. Ein schönes Layout, in dem der bestehende Text einer gut rankenden Seite nicht mehr Platz hat, ist ein SEO-Risiko. Die neue Seite muss mindestens so viel Inhalt aufnehmen können wie die alte.
Design-Feedback ist eine der häufigsten Ursachen für Verzögerungen. Bündelt es beim Owner aus Schritt 1, plant feste Feedback-Loops ein, am besten nicht mehr als zwei pro Seite, und gebt Feedback direkt am Design statt in langen Listen.
Typische Fehler in diesem Schritt
In diesem Schritt kommen die Inhalte in die neue Website: bestehende werden übernommen, neue geschrieben. Die Content-Migration ist die Phase, die am häufigsten unterschätzt wird und am häufigsten zu Verzögerungen führt. Die Spanne ist riesig. Manchmal ladet ihr eine CSV herunter, verbindet die Felder in Webflow, und nach einer Viertelstunde QA ist alles drin. Manchmal sind es zwei Wochen Handarbeit.
Gut rankende Inhalte übernehmt ihr unverändert ins neue Design. Neu geschrieben wird nur, was ohnehin schwach ist oder für das neue Positioning zwingend nötig ist, etwa die Homepage. Alles andere optimiert ihr nach dem Launch. Das spart Zeit, senkt das Risiko und macht Effekte messbar. Plant für neue Texte auch die Freigaben ein: Sie dauern fast immer länger als das Schreiben selbst.
Klärt früh, wie eure Inhalte heute gebaut sind, denn davon hängt der Aufwand ab. Drei Fragen:
Testet die Migration mit drei bis fünf echten Seiten, bevor ihr den Gesamtaufwand plant, und klärt, wer die Nacharbeit übernimmt: Agentur oder euer Team.
AI nimmt bei der Migration heute viel Arbeit ab. Mit strukturierten Daten arbeitet sie sehr zuverlässig: Felder neu zuordnen, mehrere Felder zu einem zusammenführen, Inhalte in Masse übersetzen. Für einen Kunden haben wir über 400 FAQs per AI übersetzt, eine Aufgabe, die früher Tage gedauert hätte. Auch beim Content-Audit hilft AI, Inhalte zu sichten und zu priorisieren.
Vorsichtig sind wir, sobald AI Inhalte nicht nur neu sortiert, sondern verändert. Hier muss jeder Text kontrolliert werden. Bei uns läuft deshalb über jede AI-Arbeit ein zweiter Agent, der das Ergebnis prüft. Die Entscheidungen trifft am Ende immer ein Mensch, der das strategische Ziel des Relaunches im Blick hat.
Typische Fehler in diesem Schritt
In diesem Schritt wird die Website gebaut und technisch so aufgesetzt, dass Rankings, Tracking und Leads den Umzug überstehen. Das Herzstück sind die Redirects.
Wählt ein CMS, mit dem euer Marketing-Team ohne Entwickler arbeiten kann: neue Seiten bauen, Inhalte pflegen, Tests umsetzen. Wir setzen dafür als Webflow Enterprise Partner auf Webflow. Bindet die Systeme an, die an der Website hängen: CRM, Marketing Automation, Formulare, Chat, Meeting-Booking.
Tracking geht beim Relaunch am leichtesten kaputt. Wer etwa den Google Tag Manager nutzt, muss nicht nur den Code einbinden, sondern auch Tags und Trigger für die neue Seitenstruktur anlegen. Fehlt der Code auf einzelnen Seiten oder feuert ein Event nicht, sind eure Daten unbrauchbar. Definiert vorab, welche Events ihr messt, etwa Demo-Requests, Trial-Sign-ups und Downloads, und stellt sicher, dass Tracking und Cookie-Consent zusammenspielen. Stellt außerdem alle Systeme auf die neuen URLs um, die auf eure Website zeigen, allen voran Google-Ads-Kampagnen.
Für jede dauerhaft geänderte URL braucht ihr einen 301-Redirect auf die inhaltlich passendste neue Seite. Nur er signalisiert Google, dass die neue URL die alte dauerhaft ersetzt. Wie ihr Redirects im Detail plant, mappt und testet, zeigt unser Artikel Website-Relaunch ohne SEO-Verlust.
AI hilft beim Mapping sehr, etwa beim Abgleich, ob es für eine URL schon einen Redirect gibt. Die finale Zuordnung prüft trotzdem ein Mensch.
Typische Fehler in diesem Schritt
Technisch ist der Launch fast unspektakulär: DNS umstellen, Website live schalten. Wenn die vorherigen Schritte sauber gelaufen sind, ist am Launch-Tag schon alles entschieden. Was jetzt zählt, ist eine gründliche QA und ein klarer Plan für den Tag selbst.
Trennt Prüfungen, die vom Content abhängen, von denen, die es nicht tun.
Wer content-abhängige Punkte zu früh prüft, prüft sie doppelt. Hilfreich ist, Seiten clusterweise fertigzustellen, zum Beispiel erst den kompletten Blog, dann alle Funktionsseiten.
Drei Prüfungen, die oft fehlen:
Der häufigste Fehler nach dem Launch ist übrigens ein vergessener noindex-Tag aus der Staging-Umgebung. Er fällt erst auf, wenn der Traffic einbricht.
Eine neue Website ist ein guter Anlass, sich bei Kunden, Partnern und Prospects zu melden, etwa per Newsletter, LinkedIn-Post oder Hinweis im Produkt. So kommen in den ersten Tagen echte Besucher auf die Seite, und ihr bekommt früh Feedback.
Typische Fehler in diesem Schritt
Der Launch ist Tag 1. In den ersten Wochen prüft ihr, ob die Migration sauber gegriffen hat. Danach beginnt die eigentliche Arbeit.
| Zeitraum | Was ihr prüft | Was normal ist |
|---|---|---|
| Erste 72 Stunden | Redirects, Indexierung, Formulare, Tracking | Einzelne 404-Fehler, die ihr sofort behebt |
| Wochen 1 bis 4 | Search Console: neue 404-Fehler, nicht indexierte Seiten, Traffic der wichtigsten URLs | Ein kurzer Dip ist möglich. Nach einer reinen Migration sollte er nach 1 bis 2 Wochen verschwinden |
| Wochen 4 bis 12 | Rankings und Klicks pro Seitentyp, Conversions, AI Visibility | Bei größeren Änderungen kann es bis zu 12 Wochen dauern, bis sich alles stabilisiert |
| Ab Monat 3 | Effekte eurer Optimierungen | Erste Effekte nach 4 bis 6 Wochen, deutliche nach 3 bis 4 Monaten |
Google verarbeitet geänderte URLs nach und nach. Dass die Rankings in den ersten Tagen stabil bleiben, heißt deshalb noch nicht, dass alles geklappt hat. Hält ein Rückgang länger an, sucht die Ursache in dieser Reihenfolge: Werden die Seiten indexiert? Greifen die Redirects? Hat die neue Seite weniger Inhalt als die alte? Oder ist schlicht die Nachfrage gesunken, etwa saisonal? Jede dieser Ursachen gehen wir im Artikel Relaunch ohne SEO-Verlust im Detail durch.
Agenturen werben gern mit Prozentzahlen nach dem Relaunch. Auch wir haben nach Relaunches schon rund 30 % mehr Sichtbarkeit gesehen. Aber was heißt das? Mehr Impressionen bedeuten nicht automatisch mehr Klicks. Mehr Traffic bedeutet nicht automatisch mehr MQLs und SQLs. Am Ende zählt, ob die Website mehr qualifizierte Pipeline bringt. Messt den Relaunch deshalb an den Zielen, die ihr in Schritt 1 festgelegt habt. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Case Studies.
Viele Unternehmen relaunchen ihre Website und fassen sie danach jahrelang nicht mehr an. So würdet ihr mit keinem anderen Kanal umgehen. Niemand schaltet Google Ads live und schaut sie nie wieder an. Euer Unternehmen, euer Markt und eure Kunden verändern sich. Eure Website sollte das auch.
Nach zwei bis drei Monaten habt ihr genug Daten für einen Optimierungsplan, bei uns der Growth Plan. Priorisiert nach Hebel: Das kann eine Pillar-Page zu einem Kernthema sein, unter der ihr weitere Inhalte aufbaut, die Optimierung der wichtigsten Conversion-Seiten oder die Use-Case-Seiten, die ihr im Relaunch bewusst verschoben habt. Templates und Components stehen bereit, neue Seiten sind schnell gebaut.
Typische Fehler in diesem Schritt
Ein B2B-SaaS-Relaunch kostet bei uns zwischen rund 20.000 € für eine reine technische Migration und 100.000 € oder mehr für Enterprise-Projekte. Er dauert zwischen 6 Wochen und 6 Monaten. Die Spanne hängt fast vollständig vom Relaunch-Typ ab.
| Relaunch-Typ | Kosten (Richtwert) | Dauer |
|---|---|---|
| Technische Migration | ab ca. 20.000–25.000 € | 6–10 Wochen |
| Migration mit neuem Design | ab ca. 30.000 € | ca. 3 Monate |
| Komplett-Relaunch inkl. Content | ca. 40.000–60.000 €, Enterprise bis 100.000 € und mehr | 3–6 Monate |
Allgemeine Ratgeber nennen oft Einstiegspreise von wenigen tausend Euro. Die gelten für kleine, template-basierte Websites. Eine SaaS-Website mit Produkt- und Feature-Seiten, Blog, mehreren Sprachen und CRM-Anbindung bewegt sich in einer anderen Größenordnung.
Sprengt das Angebot euer Budget, teilt die Leistungen in Must-haves und Nice-to-haves ein. Nach dem Prinzip Foundation first lässt sich vieles sinnvoll nach dem Launch umsetzen.
Bei Komplett-Relaunches liegt der größte Zeitfaktor meist nicht bei der Agentur, sondern beim Content. Euer Team muss Inhalte schreiben, abstimmen und freigeben, neben dem Tagesgeschäft. Die häufigsten Gründe für Verzögerungen:
Plant deshalb immer Puffer für Freigaben und Überarbeitungen ein. Die letzten Abstimmungen dauern in vielen Projekten länger als erwartet. Je mehr ihr in Schritt 1 klärt, desto schneller und günstiger wird das Projekt.
Das hängt davon ab, welche Kompetenzen ihr im Haus habt: Strategie und Messaging, Design, Entwicklung, Tracking, SEO und Projektmanagement. Eine reine Plattform-Migration kann ein starkes Inhouse-Team mit Webflow-Erfahrung selbst stemmen. Bei Komplett-Relaunches, Mehrsprachigkeit oder komplexer Content-Migration lohnt sich externe Unterstützung meist. Bei einem Domainwechsel gehört zusätzlich eine spezialisierte SEO-Agentur dazu.
Achtet bei der Wahl auf eine langfristige Zusammenarbeit. Nach dem Go-live tauchen fast immer Fragen und Probleme auf, und eine Agentur, die eure Website und euer Unternehmen kennt, reagiert schneller.
Eine gute Agentur sagt euch im Sales-Call auch Dinge, die ihr nicht hören wollt. Diese Fragen helfen bei der Auswahl:
Achtet weniger auf Prozentzahlen in Referenzen und mehr darauf, wie fachlich die Antworten auf eure Nachfragen sind.
Ihr plant einen Relaunch? Hier seht ihr, wie wir einen Website-Relaunch für B2B SaaS aufsetzen. Oder ihr bucht direkt einen kostenlosen Strategie-Call, und wir schauen gemeinsam auf eure aktuelle Website.
Die wichtigsten Punkte pro Schritt auf einen Blick. Die ausführliche Arbeitsversion mit Zeitpunkt, Zuständigkeit und Erledigt-Kriterium für jeden Punkt findet ihr in unserer Website-Relaunch-Checkliste mit über 100 Punkten, auch als Google Sheet zum Kopieren. Das Page-Structure-Sheet gibt es ebenfalls als Vorlage.
Nicht zwangsläufig. Bei einer reinen Plattform-Migration oder einem Design-Relaunch mit unverändertem Content bleiben die Rankings meist stabil oder steigen sogar. Das Risiko steigt, wenn Inhalte, Seitenstruktur und URLs gleichzeitig geändert werden. Am höchsten ist es bei einem Domainwechsel.
Ein Redesign verändert das Erscheinungsbild einer Website. Ein Relaunch ist die grundlegende Neuaufsetzung und kann Technik, Design, Inhalte, Struktur und Domain umfassen. Ein Redesign kann Teil eines Relaunches sein.
Eine technische Migration dauert 6 bis 10 Wochen, eine Migration mit neuem Design rund 3 Monate, ein Komplett-Relaunch mit neuem Content 3 bis 6 Monate. Der größte Zeitfaktor ist meist der Content und seine Freigabe.
Ab etwa 20.000 bis 25.000 € für eine technische Migration, ab etwa 30.000 € mit neuem Design und 40.000 bis 60.000 € für einen Komplett-Relaunch. Enterprise-Projekte können 100.000 € und mehr kosten.
Es gibt keinen festen Rhythmus. Besser als ein Relaunch alle paar Jahre ist eine Website, die kontinuierlich auf Basis von Daten verbessert wird. Ein Relaunch ist nötig, wenn das Fundament selbst veraltet ist: Plattform, Design-System oder Informationsarchitektur.
Nein. Gut rankende und gut konvertierende Seiten solltet ihr zunächst 1:1 übernehmen. So bleibt messbar, was die Migration bewirkt, und ihr könnt nach dem Launch gezielt optimieren. Schwache Seiten könnt ihr dagegen direkt verbessern.
Google empfiehlt mindestens ein Jahr. Wir empfehlen, sie dauerhaft zu behalten, da externe Links und Lesezeichen oft jahrelang auf alte URLs zeigen.
Ein möglicher Dip nach einer Migration sollte nach 1 bis 2 Wochen vorbei sein. Erste Effekte von Optimierungen zeigen sich nach 4 bis 6 Wochen, deutliche Ergebnisse nach 3 bis 4 Monaten.
AI beschleunigt vor allem die Arbeit mit strukturierten Daten: Content-Audits, Wettbewerbsanalysen, Redirect-Mapping, Übersetzungen und das Neuzuordnen von CMS-Feldern. Inhaltliche Änderungen durch AI sollten immer geprüft werden, und die strategischen Entscheidungen trifft ein Mensch.
Eines, mit dem euer Marketing-Team ohne Entwickler arbeiten kann. Wir setzen auf Webflow, weil Marketing-Teams damit Landingpages, CMS-Inhalte und Tests selbst umsetzen können, ohne Abstriche beim technischen SEO.

Webflow
Webflow Source lässt Marketing-Teams und KI-Agenten gemeinsam an der Website arbeiten, mit eingebauter Governance. Was es ist, was jeder Baustein für ein B2B-SaaS-Team bedeutet, die offenen Fragen und was sich für eure Roadmap ändert.