All Posts

Webflow

14

min read

Published on

October 20, 2026

Website-Relaunch-Checkliste für SaaS: 100+ Punkte mit Owner und Timing

Yannik Moll

CEO

Table Of Contents

Die meisten Relaunch-Checklisten bestehen aus Punkten wie „SEO prüfen“ oder „Staging testen“. Das sind keine Aufgaben, die man abhaken kann, sondern ganze Projekte. Und sie setzen zu spät an: kurz vor dem Launch, wenn die wichtigen Entscheidungen längst gefallen sind.

Diese Checkliste ist anders gebaut. Sie umfasst über 100 Punkte entlang des gesamten Relaunches, von der ersten Zieldefinition bis drei Monate nach dem Go-live. Sie basiert auf Relaunches für über 120 Software-Unternehmen und auf Migrationen von TYPO3, WordPress und anderen Systemen zu Webflow. Jeder Punkt hat drei Angaben:

  • Wann: der Zeitpunkt relativ zum Go-live, zum Beispiel „T–12“ für zwölf Wochen vorher oder „T+7“ für sieben Tage danach.
  • Wer: wer verantwortlich ist, also Marketing, Agentur, SEO, Sales, Produkt, Tracking, C-Level oder Owner.
  • Erledigt, wenn: woran ihr erkennt, dass der Punkt wirklich abgeschlossen ist.

Punkte mit ★ sind launch-kritisch: Ist einer davon offen, verschiebt ihr den Go-live. Alle anderen Punkte können mit festem Termin auch nach dem Launch erledigt werden.

Die Zeitangaben gehen von einem Komplett-Relaunch mit rund vier Monaten Laufzeit aus. Bei einer reinen Plattform-Migration verkürzen sich die Phasen. Punkte, die für euch nicht gelten, etwa Mehrsprachigkeit bei einer rein deutschen Website, markiert ihr als „entfällt“, damit bei der Abnahme nichts offen bleibt.

Downloads

  • Die komplette Checkliste als Google Sheet mit Status-Dropdown, Fortschritt pro Phase, Go/No-Go-Anzeige und automatischen Fälligkeitsdaten. Einfach kopieren und loslegen.
  • Unser Page-Structure-Sheet für Seitenstruktur, URLs und Metadaten

Warum die Reihenfolge so ist und was hinter den einzelnen Phasen steckt, erklärt unser Website-Relaunch-Guide für SaaS.

Phase 1: Vorbereitung und Strategie (T–16 bis T–12)

Hier fallen die Entscheidungen, die später am meisten Zeit kosten, wenn sie fehlen: Ziele, Relaunch-Typ, Positioning, Pricing und Ownership.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
1Ziele des Relaunches festlegen und priorisieren, damit nicht jede Abteilung eigene Erwartungen ins Projekt trägtT–16C-Level, MarketingMaximal drei Hauptziele sind schriftlich priorisiert
2Pro Ziel einen KPI definieren, um den Erfolg nach dem Launch messen zu könnenT–16MarketingJeder KPI hat Ausgangswert und Zielwert, etwa Demo-Requests pro Monat
3★ Relaunch-Typ festlegen, weil Risiko, Aufwand, Kosten und Redirect-Scope davon abhängenT–16Marketing, AgenturPlattform-Migration, Design-Relaunch, Komplett-Relaunch oder Domainwechsel ist entschieden
4★ Positioning und Messaging intern entscheiden, weil offene Diskussionen mitten im Projekt die Timeline sprengenT–16C-Level, MarketingKategorie, ICP und Kernbotschaft sind freigegeben
5Pricing-Struktur entscheiden, damit die Pricing Page nicht auf eine interne Entscheidung warten mussT–14C-Level, ProduktPakete, Module und Preislogik stehen fest
6★ Owner auf Kundenseite benennen, damit Feedback gebündelt und widerspruchsfrei kommtT–16C-LevelEine Person bündelt Feedback und gibt frei
7SEO-Ownership klären, damit jemand Rankings und Inhalte fachlich verantwortetT–16MarketingInterne Person oder SEO-Agentur ist benannt
8Scope festlegen: was neu, was 1:1 migriert und was nach dem Launch kommt, damit nicht alles gleichzeitig verändert wirdT–14Marketing, AgenturSeitenliste mit Status neu, 1:1 oder nach Launch liegt vor
9Content-Kapazität im eigenen Team prüfen, weil neue Texte der häufigste Grund für Verzögerungen sindT–14MarketingFür jede neu zu schreibende Seite ist eine Person mit Zeitbudget benannt
10Feedback-Prozess definieren, damit Feedback-Loops nicht ausufernT–14Marketing, AgenturMaximal zwei Feedback-Loops pro Seite, ein Tool, eine konsolidierte Rückmeldung
11Launch-Termin mit Puffer planen, damit der Go-live nicht in eine Kampagnen- oder Messephase fälltT–14Agentur, MarketingTermin liegt außerhalb von Hochphasen und hat zwei Wochen Puffer
12Laufende Kampagnen und Events erfassen, damit Paid Traffic nach dem Launch nicht ins Leere läuftT–14MarketingListe aller aktiven Kampagnen mit Ziel-URLs liegt vor
13Bei Domainwechsel eine SEO-Agentur einbinden, weil hier die gesamte Domain-Autorität übertragen werden mussT–16C-LevelSpezialisierte SEO-Agentur ist beauftragt

Phase 2: Ist-Analyse und Baseline (T–14 bis T–12)

Die Baseline ist euer Vergleichswert nach dem Launch. Ohne sie wisst ihr später nicht, ob der Relaunch geholfen oder geschadet hat.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
14★ Tracking auf Verlässlichkeit prüfen, weil ihr ohne saubere Daten weder heute priorisieren noch später vergleichen könntT–14TrackingAlle Conversion-Events feuern korrekt und stimmen mit den CRM-Zahlen überein
15Search-Console-Daten exportieren, um nach dem Launch Klicks und Rankings pro URL vergleichen zu könnenT–14SEOKlicks, Impressionen und Rankings pro URL für mindestens zwölf Monate sind gesichert
16Conversions pro Seite exportieren, damit ihr wisst, welche Seiten Leads bringen und 1:1 übernommen werden solltenT–14TrackingDemo-Requests, Trial-Sign-ups und Downloads pro URL sind dokumentiert, inklusive Zeitraum und Conversion-Definition
17Qualifizierte Leads aus dem CRM sichern, weil am Ende Pipeline zählt und nicht TrafficT–14Sales, MarketingMQLs und SQLs der letzten sechs Monate sind exportiert
18★ Vollständigen Crawl der alten Website erstellen, weil er die Grundlage für Redirect-Mapping und Content-Abgleich istT–14SEOAlle URLs mit Status Code, Title, Meta Description und H1 liegen als Export vor
19Backlinks pro URL erfassen, damit keine verlinkte Seite oder Datei ohne Redirect verschwindetT–14SEOListe der URLs mit Backlinks, inklusive PDFs und Bilder
20★ Bestehende Redirects der alten Plattform exportieren, weil sie sonst beim Umzug verloren gehen und viele URLs ins Leere laufenT–14AgenturVollständige Redirect-Liste der alten Website liegt vor
21AI-Visibility-Baseline erheben, um zu sehen, ob ihr nach dem Launch in AI-Antworten häufiger genannt werdetT–14SEO, Marketing10 bis 20 relevante Prompts in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode sind mit Ergebnis dokumentiert
22Content-Audit durchführen, um zu entscheiden, was übernommen, überarbeitet oder entfernt wirdT–13Marketing, SEOJede Seite ist nach Traffic, Rankings, Conversions und Relevanz bewertet, mit inhaltlicher Einordnung
23Seiten markieren, die Sales regelmäßig verschickt, damit diese Links nach dem Launch weiter funktionierenT–13SalesListe der vom Vertrieb genutzten URLs und Downloads liegt vor
24ICP und Buyer Personas prüfen, weil sich mit dem Produkt oft auch die Zielgruppe verändert hatT–13Marketing, SalesPersonas sind aktualisiert oder bestätigt
25Competitor-Analyse durchführen, um Lücken zu finden, die ihr mit der neuen Website besetzen könntT–13MarketingPositioning, Seitentypen und Lücken der drei stärksten Competitors sind dokumentiert
26Backup der alten Website anlegen, damit ihr im Notfall zurückschalten oder Inhalte wiederherstellen könntT–12AgenturVollständiges Backup inklusive Dateien und Datenbank ist gesichert

Phase 3: Seitenstruktur und Redirect-Planung (T–12 bis T–8)

Hier entsteht das größte SEO-Risiko eines Relaunches. Die Reihenfolge ist entscheidend: erst die Seitenstruktur, dann das Redirect-Mapping, dann das Schema Markup. Wie ihr Redirects im Detail plant, mappt und testet, zeigt unser Artikel Website-Relaunch ohne SEO-Verlust.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
27Navigation entlang der Buyer Journey planen, damit Besucher in jeder Phase passende Inhalte findenT–12Agentur, MarketingJede Phase von Awareness bis Decision hat passende Seiten
28Jeder wichtigen Seite eine Frage zuordnen, damit jede Seite einen klaren Zweck für Prospects hatT–12MarketingJede Kernseite beantwortet eine klar benannte Frage
29★ Page Structure im Sheet anlegen, weil sie die gemeinsame Grundlage für Design, Redirects und SEO istT–11AgenturAlle Seiten mit Page Type, neuer URL, Title und Index-Status sind erfasst
30Unbeabsichtigte URL-Änderungen vermeiden, weil jede geänderte URL einen Redirect und damit ein Risiko bedeutetT–11AgenturAlte URLs bleiben erhalten, wo es keinen Grund für eine Änderung gibt
31Keine zwei Seiten zum selben Thema planen, weil sie sich sonst gegenseitig Rankings wegnehmenT–11SEOKeyword-Abgleich zeigt keine Kannibalisierung zwischen Seiten
32Für jede alte URL entscheiden: behalten, zusammenlegen oder löschen, weil auch schwache Seiten in Summe Autorität tragenT–11Marketing, SEOJede alte URL hat einen Status, Löschungen großer Seitenblöcke sind bewusst entschieden
33Neue Seitentypen auf Basis von Keyword-Daten planen, weil Solution und Persona Pages selten Suchvolumen habenT–11SEONeue Seiten haben nachgewiesenes Suchvolumen oder sind als Kampagnen-Landingpages markiert
34★ Page Structure freigeben, damit Redirect-Mapping und Build auf einer stabilen Grundlage startenT–10OwnerSheet ist freigegeben, Änderungen danach nur noch nach Abstimmung
35★ Redirect-Mapping erstellen, damit Rankings, Backlinks und Lesezeichen auf die neuen Seiten übertragen werdenT–10Agentur, SEOJede alte URL mit Traffic, Backlinks oder Kampagnen hat ein inhaltlich passendes Ziel
36Alte Redirects einarbeiten und Redirect-Ketten auflösen, weil Ketten Ladezeit und Ranking-Signale kostenT–10AgenturKeine URL springt über mehr als einen Redirect
37404 oder 410 für Seiten ohne Ersatz festlegen, weil Massen-Redirects auf die Homepage von Google wie fehlende Seiten gewertet werdenT–10SEOEntfernte Seiten ohne passendes Ziel sind markiert
38Wildcard-Regeln für ganze Verzeichnisse prüfen, um die Redirect-Liste schlank und wartbar zu haltenT–10AgenturWo möglich, ersetzen Muster-Regeln einzelne Redirects
39PDFs und Bilder mit Backlinks einplanen, weil auch Dateien Rankings und Verlinkungen habenT–10AgenturAlle verlinkten Dateien haben ein Ziel oder bleiben unter alter URL erreichbar
40Ziel-URLs laufender Kampagnen prüfen, damit Anzeigen nach dem Launch nicht auf 404-Seiten führenT–10MarketingJede Kampagne aus Punkt 12 hat eine funktionierende neue Ziel-URL
41Redirect-Mapping vom Content-Team prüfen lassen, weil nur es beurteilen kann, welches Ziel inhaltlich passtT–9MarketingZiele für weggefallene Seiten sind inhaltlich bestätigt

Phase 4: Design und Content (T–10 bis T–4)

Design und Content laufen parallel. Gut rankende Seiten werden 1:1 übernommen, neu geschrieben wird nur, was schwach ist oder für das neue Positioning zwingend nötig ist. Warum das so wichtig ist, erklärt das Prinzip Foundation first in unserem Relaunch-Guide.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
42Wireframes für Kern-Templates freigeben, damit ihr über Struktur entscheidet, bevor über Farben diskutiert wirdT–10OwnerHomepage, Product, Feature, Use-Case, Pricing und Blog-Template sind freigegeben
43Component-System definieren, damit das Marketing später neue Seiten selbst bauen kannT–9AgenturWiederverwendbare Components mit Variants sind dokumentiert
44Mobile Experience von Anfang an mitgestalten, weil ein wachsender Teil des Traffics vom Smartphone kommtT–9AgenturJedes Template ist mobil gestaltet, nicht nur heruntergerechnet
45Barrierefreiheit nach WCAG berücksichtigen, weil sie Nutzbarkeit und Lesbarkeit für Suchmaschinen verbessertT–9AgenturKontraste, Fokuszustände und Tastaturbedienung sind im Design vorgesehen
46Templates mit echten Inhalten testen, weil Platzhaltertext verdeckt, dass bestehende Texte nicht ins Layout passenT–8Agentur, MarketingJedes Template ist mit dem längsten echten Inhalt seines Typs befüllt
47Content-Parität für gut rankende Seiten sichern, weil gekürzte Texte trotz Redirect Rankings kostenT–8SEONeue Version hat mindestens so viel Text, die gleiche H1 und die gleichen internen Links
48★ Migrations-Check: Sind Inhalte strukturiert oder statisch gebaut? Das bestimmt den Aufwand der MigrationT–10AgenturFür jeden Seitentyp ist geklärt, ob Inhalte strukturiert exportierbar sind
49Export mit drei bis fünf echten Seiten testen, bevor ihr den Gesamtaufwand plantT–9AgenturTestseiten sind vollständig im neuen Template angekommen
50Alle Elemente pro Seitentyp per Crawl erfassen, weil eine einzelne Beispielseite selten alle Elemente enthältT–9AgenturTabellen, Embeds, Downloads, Akkordeons und Infoboxen sind im Template abgedeckt
51Ownership für manuelle Nacharbeit klären, damit der Aufwand später nicht überraschtT–9Agentur, MarketingEs ist schriftlich festgelegt, wer welche Seiten nachbearbeitet
52Neue Texte schreiben und freigeben, mit Puffer für Freigaben, weil diese meist länger dauern als das SchreibenT–8 bis T–4MarketingAlle Seiten mit Status neu sind freigegeben
53Produktaussagen fachlich prüfen lassen, damit keine veralteten Features oder Integrations beworben werdenT–5ProduktFeatures und Integrations auf allen Kernseiten sind bestätigt
54Seiten auf Sales-Fragen prüfen lassen, damit die Website die Fragen aus Sales-Calls beantwortetT–5SalesWiederkehrende Fragen werden auf den Kernseiten beantwortet
55Comparison Pages mit Text statt Häkchen füllen, weil AI-Assistenten und Suchmaschinen Häkchen nicht zitieren könnenT–5MarketingJede Tabellenzelle enthält eine zitierfähige Aussage
56Speicherort für Downloads klären, damit Whitepaper und PDFs nach dem Launch erreichbar bleibenT–6Marketing, AgenturAlle Downloads haben ein neues Zuhause und funktionierende Links
57Mehrsprachige Inhalte übersetzen und prüfen, damit keine Sprachversion unvollständig live gehtT–5MarketingJede Sprachversion ist vollständig und fachlich geprüft
58Content-Freeze auf der alten Website starten, damit kurz vor dem Launch keine Änderungen verloren gehenT–4OwnerÄnderungen an der alten Website werden ab jetzt in die neue übertragen

Phase 5: Build, Tracking und Technical SEO (T–8 bis T–2)

In dieser Phase wird die Website gebaut und so aufgesetzt, dass Rankings, Tracking und Leads den Umzug überstehen.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
59Staging-Umgebung aufsetzen und sperren, damit Google die Testversion nicht indexiertT–8AgenturStaging ist per Passwort oder noindex vor Suchmaschinen geschützt
60CMS-Collections strukturiert anlegen, damit Inhalte skalierbar gepflegt und migriert werden könnenT–8AgenturBlog, Case Studies, Glossar und weitere Inhalte liegen in Collections mit klaren Feldern
61Integrations anbinden, damit Leads und Termine ohne Umweg im richtigen System landenT–6AgenturCRM, Marketing Automation, Chat und Meeting-Booking sind verbunden
62★ Tracking-Konzept definieren, damit ihr ab Tag 1 die richtigen Conversions messtT–6TrackingEvents für Demo-Requests, Trial-Sign-ups und Downloads sind festgelegt
63★ Tracking und Consent implementieren, weil Tracking beim Relaunch am leichtesten kaputtgehtT–4TrackingTags und Trigger sind auf allen Seiten aktiv und respektieren die Einwilligung
64Title Tags und Meta Descriptions übernehmen, weil gut rankende Seiten ihre bisherigen Metadaten behalten solltenT–4SEO, MarketingAlle indexierbaren Seiten haben Title und Description
65Interne Links auf neue URLs setzen, damit Nutzer und Crawler nicht über Redirects springenT–3AgenturKein interner Link zeigt auf einen Redirect oder eine alte URL
66Hart codierte Links im migrierten Content ersetzen, weil sie sonst auf alte oder nicht existierende Seiten zeigenT–3AgenturCrawl zeigt keine Links auf alte Domains oder Staging-URLs
67Canonicals und Domain-Variante festlegen, damit mit und ohne www nicht gegeneinander rankenT–3AgenturEine Domain-Variante ist kanonisch, die andere leitet weiter
68hreflang für alle Sprachversionen setzen, damit Google jedem Markt die richtige Sprache ausspieltT–3AgenturJede Sprachversion verweist korrekt auf ihre Gegenstücke
69Globales Schema Markup einbauen, damit Suchmaschinen und AI euer Unternehmen eindeutig erkennenT–3AgenturOrganization mit Name, Adresse und Logo ist validiert
70Inhaltliches Schema abstimmen, weil FAQ- und Preis-Markup bei jeder Änderung mitgepflegt werden mussT–3SEO, MarketingMarkup-Typen sind entschieden und jemand ist für die Pflege verantwortlich
71XML-Sitemap prüfen, damit Google nur finale, indexierbare URLs vorgeschlagen bekommtT–2SEOSitemap enthält nur finale, indexierbare URLs
72robots.txt für Live vorbereiten, damit keine wichtigen Bereiche oder AI-Crawler blockiert werdenT–2AgenturLive-Version blockiert keine wichtigen Bereiche
73Bilder komprimieren und Alt-Texte setzen, für schnellere Ladezeiten und bessere Lesbarkeit für SuchmaschinenT–3Agentur, MarketingBilder liegen als AVIF oder WebP vor, alle inhaltlichen Bilder haben Alt-Texte
74404-Seite gestalten, damit Besucher bei toten Links nicht abspringenT–3Agentur404-Seite führt zu Suche, Homepage und wichtigsten Bereichen
75Google-Ads-Kampagnen auf neue URLs vorbereiten, damit Paid Traffic am Launch-Tag sofort richtig landetT–2MarketingNeue Ziel-URLs sind hinterlegt und können zum Launch aktiviert werden
76Marketing-Team onboarden, damit es nach dem Launch ohne Agentur arbeiten kannT–2AgenturDas Team hat eigene Accounts und hat eine Seite selbst geändert und auf Staging veröffentlicht

Phase 6: Pre-Launch-QA (T–3 bis T–1)

Content-unabhängige Prüfungen laufen früh, content-abhängige erst, wenn der Content final ist. Sonst prüft ihr alles doppelt.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
77Defekte Links finden, weil sie Nutzer frustrieren und das Crawling verschlechternT–3AgenturCrawl der Staging-Umgebung zeigt keine 4xx-Fehler
78Darstellung auf Geräten und Browsern testen, damit die Website überall funktioniert, wo eure Prospects unterwegs sindT–3AgenturKernseiten funktionieren auf den vereinbarten Geräten, Browsern und mit Tastatur
79★ Demo-Request bis ins CRM testen, weil eine Erfolgsmeldung im Browser nicht heißt, dass der Lead bei Sales ankommtT–2Sales, AgenturTest-Request kommt mit allen Feldern beim richtigen Sales-Owner an, inklusive Benachrichtigung
80★ Trial-Sign-up bis zum Produktzugang testen, damit Self-Service-Leads nicht auf dem Weg ins Produkt verloren gehenT–2ProduktNeuer Test-Account ist nutzbar, auch über einen Domain-Wechsel zur App
81Formular-Fehlerfälle testen, damit Nutzer Eingabefehler korrigieren können, ohne neu anzufangenT–2AgenturUngültige Eingaben zeigen verständliche Fehlermeldungen direkt am Feld
82★ Tracking und Consent gemeinsam testen, damit ihr DSGVO-konform messt und Formulare auch ohne Einwilligung funktionierenT–2TrackingEvents feuern nach Einwilligung, Formulare funktionieren auch bei Ablehnung
83PageSpeed der Kernseiten prüfen, um grobe Bremsen vor dem Launch zu findenT–2AgenturReport für Homepage und wichtigste Landingpages liegt mit Maßnahmen vor
84Headlines, Titles, Metas und Alt-Texte prüfen, erst jetzt, weil der Content vorher noch nicht final warT–2SEOCrawl zeigt keine fehlenden oder doppelten Titles, H1s und Descriptions
85Schema Markup validieren, weil fehlerhaftes Markup von Google ignoriert wirdT–2SEORich Results Test zeigt keine Fehler
86★ Redirect-Liste auf Staging testen, damit am Launch-Tag kein Redirect ins Leere führtT–2Agentur, SEOAlle Redirects führen in einem Schritt auf ihr Ziel
87Migrierte Inhalte stichprobenartig prüfen, weil Tabellen, Embeds und Downloads bei der Migration oft kaputtgehenT–2MarketingAlte Blogartikel mit diesen Elementen funktionieren im neuen Template
88Sprachumschalter testen, damit Besucher beim Sprachwechsel auf der passenden Seite landenT–2AgenturSprachwechsel öffnet die passende Seite, Formulare funktionieren in jeder Sprache
89Favicon, Social-Vorschaubilder und Rechtliches prüfen, damit die Website beim Teilen und rechtlich sauber dastehtT–2Agentur, MarketingFavicon, OG-Images, Impressum, Datenschutz und Cookie-Banner sind korrekt
90Seit dem Content-Freeze geänderte Inhalte abgleichen, damit keine aktuellen Änderungen verloren gehenT–1MarketingAlle Änderungen der alten Website seit Punkt 58 sind übernommen
91★ Launch-kritische Fehler definieren, damit am Launch-Tag niemand diskutieren muss, was sofort behoben wirdT–1Owner, AgenturListe, welche Fehler den Launch stoppen und welche später behoben werden
92★ Rollback-Plan festlegen, damit ihr im Notfall schnell zurückschalten könntT–1AgenturEs ist dokumentiert, wann und wie zur alten Website zurückgeschaltet wird
93★ Go/No-Go-Freigabe einholen, damit eine Person bewusst und dokumentiert über den Launch entscheidetT–1OwnerAlle ★-Punkte bis hierhin sind erledigt und schriftlich freigegeben

Phase 7: Launch-Tag (T0)

Technisch ist der Launch unspektakulär. Entscheidend sind Reihenfolge, Ownership und die Prüfungen direkt danach.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
94Zeitfenster mit wenig Traffic wählen, damit mögliche Fehler möglichst wenige Besucher treffenT0Tracking, AgenturLaunch-Zeit liegt im verkehrsärmsten Fenster laut Analytics
95Verfügbarkeit des Teams sicherstellen, damit Fehler sofort behoben werden könnenT0OwnerAgentur, Owner und Tracking sind während des Launches erreichbar
96DNS umstellen und SSL prüfen, damit die Website unter allen Domain-Varianten sicher erreichbar istT0AgenturWebsite ist unter allen Domain-Varianten per HTTPS erreichbar
97★ Redirects live hochladen und testen, weil sonst alte URLs aus Google und Backlinks ins Leere laufenT0AgenturVollständige Liste ist aktiv, die wichtigsten URLs sind einzeln getestet
98★ noindex entfernen und robots.txt prüfen, weil ein vergessener noindex-Tag der häufigste Fehler nach dem Launch istT0AgenturWichtige Live-URLs sind erreichbar und indexierbar
99Sitemap in der Search Console einreichen, damit Google die neuen URLs schneller findetT0SEOSitemap ist eingereicht und wird ohne Fehler gelesen
100★ Demo-Request und Sign-up live testen, weil Live-Umgebung und Staging sich unterscheiden könnenT0Sales, ProduktTest kommt live im CRM bzw. im Produkt an und ist als Test markiert
101Tracking live prüfen, damit vom ersten Besucher an Daten gesammelt werdenT0TrackingEvents kommen in Analytics in Echtzeit an
102Google-Ads-Kampagnen umschalten, damit kein Budget auf alte oder kaputte Seiten fließtT0MarketingAlle aktiven Anzeigen zeigen auf funktionierende neue URLs
103Go-live-Zeitpunkt dokumentieren, um Veränderungen in den Daten später eindeutig zuordnen zu könnenT0SEOExakte Uhrzeit ist festgehalten
104Check am nächsten Morgen, weil manche Fehler erst nach einigen Stunden Live-Betrieb sichtbar werdenT+1Agentur, SEOIndexierung, Search-Console-Fehler und Conversions der ersten Stunden sind geprüft
105Launch kommunizieren, um früh echte Besucher und Feedback auf die neue Website zu bringenT+1MarketingNewsletter, LinkedIn-Post oder Hinweis im Produkt sind raus

Phase 8: Nach dem Launch (T+1 bis T+90)

Rankings bleiben in den ersten Tagen oft stabil, auch wenn etwas schiefgelaufen ist, weil Google geänderte URLs nach und nach verarbeitet. Deshalb geht das Monitoring über Wochen. Was in den ersten 90 Tagen normal ist und wo ihr bei einem Rankingverlust zuerst sucht, zeigt unser Artikel Relaunch ohne SEO-Verlust.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
106Kritische Fehler beheben und erneut testen, damit keine Leads oder Kernseiten verloren gehenT+1 bis T+3AgenturAlle Fehler, die Anfragen verhindern oder Kernseiten unerreichbar machen, sind behoben und nachgetestet
107Neue 404-Fehler in der Search Console prüfen, weil vergessene URLs oft erst nach einigen Tagen auftauchenT+3, T+7, T+14SEOJeder neue 404 mit Traffic oder Backlinks hat einen Redirect
108Indexierung der wichtigsten Seiten prüfen, weil nicht indexierte Seiten weder ranken noch zitiert werdenT+7SEOAlle Kernseiten sind indexiert oder die Ursache ist bekannt
109Externe Links aktualisieren, damit Profile und Partnerseiten nicht über Redirects oder auf alte Seiten verlinkenT+7MarketingG2, Capterra, Partnerseiten, LinkedIn, Docs und Help Center zeigen auf neue URLs
110Traffic der Top-URLs mit der Baseline vergleichen, um Verluste früh zu erkennenT+14, T+30SEOVergleich mit Punkt 15 ist dokumentiert, neue und alte URL gemeinsam betrachtet
111Qualifizierte Leads mit der Baseline vergleichen, weil Traffic allein nichts über Pipeline aussagtT+30Sales, MarketingMQLs und SQLs sind mit dem Vergleichszeitraum ausgewertet
112AI Visibility erneut messen, um den Effekt des Relaunches auf AI-Antworten zu sehenT+30SEODieselben Prompts wie in Punkt 21 sind erneut geprüft
113Core Web Vitals mit Felddaten bewerten, weil Lab-Tests durch Marketing-Tags verzerrt sindT+30AgenturBewertung basiert auf echten Nutzerdaten in der Search Console
114Bei anhaltendem Rückgang die Ursache systematisch prüfen, statt vorschnell Inhalte zu ändernab T+30SEOReihenfolge geprüft: Indexierung, Redirects, Content-Parität, Nachfrage
115Feedback von Kunden und Sales einholen, weil sie am schnellsten merken, was auf der Website fehltT+30MarketingRückmeldungen sind gesammelt und priorisiert
116Handover für den Alltag abschließen, damit das Marketing nach Projektende selbstständig arbeiten kannT+30Agentur, MarketingRechte, Anleitungen und Ansprechpartner für technische Änderungen sind dokumentiert
117Optimierungsplan aufstellen, weil die eigentliche Arbeit an Rankings und Conversions nach dem Launch beginntT+60 bis T+90Marketing, AgenturPriorisierte Liste der nächsten Maßnahmen nach Hebel, inklusive der verschobenen Seiten
118Redirects dauerhaft behalten, weil externe Links und Lesezeichen oft jahrelang auf alte URLs zeigenlaufendAgenturKein Redirect wird ohne Prüfung entfernt

Nach dem Launch beginnt die eigentliche Arbeit. Wie wir das angehen, zeigt unser Growth Plan.

Zusatz: Webflow-Checkliste für den Relaunch

Ihr zieht auf Webflow um oder relauncht eine bestehende Webflow-Website? Diese Punkte kennt eine generische Checkliste nicht. Sie ergänzen die Phasen oben. Wie wir solche Projekte aufsetzen, zeigt unsere Seite als Webflow Enterprise Partner.

#AufgabeWannWerErledigt, wenn
W1Bedarf an temporären Redirects klären, weil Webflow nur 301 kann und ein 301 von Browsern zwischengespeichert wirdT–10AgenturFalls 302 oder 307 für Übergangsphasen nötig sind, ist die Domain vorher zu Cloudflare umgezogen
W2★ Redirect-CSV immer vollständig hochladen, weil ein Import alle bestehenden Redirects ersetztT0AgenturDie hochgeladene Liste enthält alte und neue Einträge
W3Redirects bei Localization testen, weil sich Redirects auf übersetzte Slugs anders auswirken könnenT–2AgenturRedirects sind für jede Sprachversion geprüft
W4Locale-Unterverzeichnisse veröffentlichen, weil eine Sprache erst dann in der automatischen Sitemap erscheintT0AgenturJede Sprache ist veröffentlicht und in der Sitemap enthalten
W5CMS-Collections und Feldstruktur finalisieren, bevor die Migration startet, weil spätere Feldänderungen Nacharbeit an allen Items bedeutenT–8AgenturFelder sind final und dokumentiert
W6CSV-Import pro Collection testen, damit Rich-Text-Felder und Referenzen korrekt ankommenT–7AgenturTestimport mit echten Daten ist fehlerfrei
W7CMS- und Plan-Limits prüfen, damit Collections, Items und Locales in den gewählten Webflow-Plan passenT–8AgenturPlan deckt den geplanten Umfang ab
W8Components mit Props und Variants aufbauen, damit Marketing neue Seiten baut, ohne das Design zu brechenT–6AgenturNeue Seiten lassen sich aus Components bauen, ohne Styles zu verändern
W9Rollen und Rechte im Workspace vergeben, damit jede Person genau das bearbeiten kann, was sie im Alltag brauchtT–2AgenturJede Person im Marketing hat die passende Rolle
W10Formular-Ziele konfigurieren, damit Anfragen im CRM landen und nicht nur in der Webflow-InboxT–3AgenturWebflow-Formulare senden an CRM oder Marketing Automation
W11Custom Code und Tag Manager zentral einbinden, damit Tracking auf allen Seiten gleich funktioniert und wartbar bleibtT–4TrackingTracking liegt in den Site-Settings oder im Tag Manager, nicht verstreut auf einzelnen Seiten
W12Hosting-Plan und Domain-Settings prüfen, damit die richtige Standard-Domain live gehtT–1AgenturPlan ist aktiv, Standard-Domain ist gesetzt, die andere Domain-Variante leitet weiter

Häufige Fragen zur Relaunch-Checkliste

Wann sollte man mit der Relaunch-Checkliste anfangen?

Bei einem Komplett-Relaunch etwa vier Monate vor dem geplanten Go-live. Die wichtigsten Punkte betreffen Ziele, Positioning und Seitenstruktur, und die müssen vor Design und Content entschieden sein.

Welche Punkte sind wirklich launch-kritisch?

Alle, die mit ★ markiert sind. Vor allem: Demo-Request und Sign-up funktionieren bis ins CRM, die Redirects sind vollständig und getestet, Tracking und Consent arbeiten korrekt und noindex ist entfernt. Ist einer davon offen, verschiebt ihr den Launch.

Wer sollte die Checkliste verantworten?

Ein Owner auf Kundenseite, meist aus dem Marketing. Die einzelnen Punkte verteilen sich auf Marketing, Agentur, SEO, Sales, Produkt und Tracking. Der Owner sorgt dafür, dass jeder Punkt einen Namen hat und bei der Abnahme nichts offen ist.

Kann ein Teil der Website später live gehen?

Ja, solange die erste Version einen vollständigen Weg zur Demo oder zum Sign-up bietet und wichtige bestehende Inhalte erreichbar bleiben. Seiten für laufende Kampagnen dürfen nicht einfach wegfallen. Das passt zum Prinzip Foundation first: erst das Fundament launchen, dann erweitern.

Wie verhindert man, dass kurz vor dem Launch Inhalte verloren gehen?

Mit einem Content-Freeze auf der alten Website etwa vier Wochen vor dem Launch. Jede spätere Änderung wird in die neue Website übertragen, und direkt vor dem Go-live gleicht ihr alle seitdem geänderten Inhalte ab.

Brauche ich eine andere Checkliste für einen Domainwechsel?

Die Checkliste gilt auch für einen Domainwechsel, reicht dort aber nicht aus. Ein Domainwechsel hat das höchste SEO-Risiko und gehört in die Hand einer spezialisierten SEO-Agentur. Dazu gehören zusätzliche Schritte wie die Adressänderung in der Search Console und das Verifizieren aller Domain-Varianten.

Gilt die Checkliste auch für einen Relaunch ohne Webflow?

Ja. Die Phasen 1 bis 8 sind plattformunabhängig. Nur der Zusatzteil enthält Webflow-spezifische Punkte.

Ihr plant einen Relaunch und wollt die Checkliste nicht allein abarbeiten? So setzen wir einen Website-Relaunch für B2B SaaS auf. Oder ihr bucht direkt einen kostenlosen Strategie-Call.

Yannik Moll

CEO

Founder @Growably | B2B SaaS Websites that turn your users into customers 🚀

Sprich mit unseren Experten

Unsicher, was das für deine Website bedeutet? In einem kostenlosen 30-Minuten-Strategiegespräch schauen wir uns deine Website an, finden die größten Lücken und zeigen dir die nächsten Schritte.

Gesprächstermin vereinbaren
Gesprächstermin vereinbaren

Share

Related Articles

Glossary
Glossary

Webflow

Website-Relaunch ohne SEO-Verlust: So schützt ihr eure Rankings

So relauncht ihr eine B2B-SaaS-Website ohne Rankingverlust: realistische Erwartungen, Redirect-Regeln, Content-Parität, Webflow-Besonderheiten und ein 90-Tage-Monitoring.

all topics

Webflow

Website-Relaunch für SaaS-Unternehmen: Der Praxis-Guide

So gelingt ein B2B-SaaS-Relaunch, ohne Rankings und Pipeline zu riskieren: die vier Relaunch-Typen, der Ablauf in 8 Schritten, echte Kosten und eine Checkliste.

all topics
Webflow Source: eine Agenten-Session mit Live-Vorschau der Website

Webflow

Webflow Source erklärt: Was sich für B2B-SaaS-Websites ändert

Webflow Source lässt Marketing-Teams und KI-Agenten gemeinsam an der Website arbeiten, mit eingebauter Governance. Was es ist, was jeder Baustein für ein B2B-SaaS-Team bedeutet, die offenen Fragen und was sich für eure Roadmap ändert.

all topics