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Published on
July 9, 2026

Yannik Moll
CEO
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Jeder, der auch nur im Entferntesten mit Marketing zu tun hat, kennt Personas: Sie sind eine Abbildung deiner Zielgruppe, die modellartig die zentralen Charakteristika, Denkweisen und Gewohnheiten deiner Nutzer abbildet. Diese Personas sind tatsächlich überaus relevant für dein Marketing, denn wenn richtig gemacht, kannst du davon eine Menge ableiten, um deine User optimal abzuholen.
Aber was ist, wenn der Absatz deines Produktes nicht nur von einer Person abhängig ist?
Genau hier kommen ICPs ins Spiel.
Anders als im B2C ist im B2B in der Regel mehr als eine Person an der Kaufentscheidung beteiligt. ICP steht für „Ideal Customer Profile“ und beschreibt Unternehmen, die aufgrund spezifischer Merkmale perfekt in deine Zielgruppe passen.
Ein ICP ist also eine Skizze deiner idealen Kunden – derjenigen, von denen du mehr willst.
Deine ICPs geben deinem Sales- und Marketing(team) Leitlinien an die Hand: Sie sagen ihnen, welche Unternehmen gut zu dir passen – und wonach sie suchen sollten, um mehr solche Unternehmen zu finden. Quasi der Status Quo, wenn du deinen Kundenstamm aufbaust.
Diese ICPs können wiederum verschiedene Buyer Personas enthalten. Die wichtigsten davon sind: User, Entscheider und Blocker.
Und jede dieser drei Gruppen hat andere Bedürfnisse und Ziele, und die jeweils anders angesprochen und überzeugt werden müssen. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Blogpost zu Personas.
Für dich zum Überblick haben wir hier einmal die größten Unterschiede zwischen Personas und ICP zusammengefasst:


Du weißt jetzt also, was der Unterschied zwischen Personas und ICPs ist. Aber wie erstellst du sie? Bevor du nämlich mit der Erstellung deiner ICPs loslegst, gilt es einige Aspekte im Hinterkopf zu behalten.
Die erste Frage, die du dir stellen solltest: Hast du bzw. dein Produkt den Product-Market-Fit (PMF) erreicht?
Je nachdem, wie du diese Frage beantwortest, solltest du bei der Entwicklung deiner ICP nämlich anders vorgehen.
Eine kleine Hilfestellung, anhand der du feststellen kannst, ob du den PMF erreicht hast:
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Damit du dein ICP so genau wie möglich abbilden kannst, ist es wichtig, zunächst deine Zielkunden zu segmentieren. Das sorgt dafür, dass der Markt, den du ansprichst, nicht zu groß ist und du somit keine zu großen Streuverluste hast – aka dein Marketingbudget und sonstige Ressourcen zielführend einsetzt.
Hierbei werden zwei Fälle unterschieden:
Wenn du den Product-Market-Fit erreicht hast, sind Firmografie- und Technologie-Merkmale gute primäre Methoden für die Segmentierung. Analysiere zunächst deinen aktuellen Kundensatz: Gibt es irgendwelche Trends in den Daten, die ein Cluster bilden, der Kunden repräsentiert, von denen du mehr willst?
Firmografie-Merkmale= Merkmale der Unternehmen, in denen deine Customer Personas arbeiten. Denke dabei an die Kunden, die am besten zu deinem Produkt passen. Einige Beispielfragen, die du beantworten kannst, sind:
Technografie-Merkmale= Technologien, die deine idealen Kunden für die Verwaltung ihrer Unternehmen verwenden. Gibt es Tools, die sie verwenden und die gut zu ihnen passen? Einige Beispielfragen:
Wenn du den Produkt-Markt-Fit noch nicht erreicht hast, kann es riskant sein, Ihren ICP auf die gleiche Weise wie oben beschrieben zu segmentieren. Daher solltest du dich bei der Segmentierung des Marktes stärker auf psychografische und die Jobs-to-be-done (also die Aufgaben und Tasks, die erledigt werden sollen) fokussieren.
Demografische DatenDiese kennst du sicherlich bereits: Merkmale der Personen, die mit deinem Team interagieren – sowohl im Verkaufsprozess als auch als Endverbraucher. Die Personen, die das Produkt täglich nutzen, sind genauso wichtig wie die Personen, die die Kaufentscheidung treffen – und in einigen Fällen kann es sich um dieselbe Person handeln.
Jobs-to-be-done
= die eigentliche Aufgabe, die dein Kunde erledigen will. Es sollte sich um etwas handeln, das durch dein Produkt gelöst wird, oder um etwas, das mit dem Problem, das dein Produkt löst, zusammenhängt.
Viele Start-ups im SaaS-Bereich fokussieren sich lediglich auf ihren gesamten adressierbaren Markt („total adressable market“ oder TAM) oder das mittelfristige Potenzial ihres Unternehmens (“serviceable adressable market“ oder SAM), oder den ohne ein ICP zu definieren. Dies führt häufig zu ineffizienten Marketingstrategien, mit denen Unternehmen letztendlich nur Zeit und Geld verlieren, ohne hochwertige Resultate zu erhalten.
Ein gut definiertes ICP hingegen erlaubt es Unternehmen, ihre Aktivitäten auf die am besten zur festgelegten Zielgruppe passende ICPs zu fokussieren und dient als Guideline für ihre Sales- und Marketingteams.
Wichtig dabei: Dein ICP sollte einfach, aber aussagekräftig sein. Eine zu strenge Definition kann den TAM unnötig einschränken, während eine zu breite Definition den Zweck des ICPs untergräbt.
Insgesamt sollten deine ICPs nicht strikt dazu verwendet werden, alle neuen Interessenten anzunehmen oder abzulehnen. Es kann Unternehmen geben, die nicht in deine ICP fallen, aber trotzdem gut zu deinem Produkt passen. Die Hauptaufgabe deines ICP besteht darin, den Unternehmen, die du ansprechen möchtest, eine Orientierungshilfe zu geben.
Statt deinem TAM, solltest du lieber deinen SOM ins Auge fassen:
Bei der Bestimmung deines SOM (Servicable obtainable Market) oder prozentualen Anteil am Markt geht es darum, eine „Nische“ auszuwählen, die auf dem basiert, was nur du tun kannst, und wo du zuerst hingehen musst, um diese „Nische zu besetzen“.
Um dein SOM zu definieren, kannst du damit beginnen, deine Traumkunden und deine derzeitigen Kunden aufzulisten und sie wie folgt aufzuteilen:
Hubspot hat das Ganze auch einmal grafisch sehr übersichtlich aufbereitet:
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Überprüfe die letzte Kategorie, indem du eine Datenbank mit deinen bestehenden Kunden erstellst, einschließlich der Segmentdaten, die du für deine TAM-Berechnung verwendet hast. Suche nach aussagekräftigen Ergebnissen, die auf den Erfolg deines Unternehmens hinweisen (wiederkehrender Umsatz pro Kunde, Anzahl der Nutzer usw.).
Auf dieser Grundlage kannst du nun dein ideales Kundenprofil – dein ICP – erstellen. Wir haben hierfür ein Template erstellt, welches die wichtigsten Erkenntnisse für dich zusammenfasst und dich bei der Erstellung unterstützt.
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