ROAS

Definition des ROAS

Der ROAS ist die Abkürzung für Return on Advertising Spend. Übersetzt man das ins deutschte, erhält man "Rendite der Werbeausgaben" oder "Rentabilität der Werbeausgaben - also welche Einnahmen durch die Werbeausgaben erwirtschaftet wurden. Basierend auf dieser Kennzahl kannst du den Erfolg deiner Werbemaßnahmen beurteilen und optimieren.

Doch wie ist der ROAS überhaupt entstanden?

Woher kommt der ROAS? - Unterschied zu ROI?

Bei ROI (Return on Investment) - also der Kapitalrendite, wird die Gewinnmarge und das Gesamtkapital herangezogen.

Die Formel dafür ist: ROI = Gewinn / Umsatz x (Umsatz / Gesamtkapital) x 100

Im Gegensatz dazu berücksichtigt der ROAS diese Kennzahlen nicht. Dies hat zur Folge, dass ein negativer ROI nicht zwingend zu einem negative ROAS führt.

Wie wird der ROAS berechnet?

Der ROAS ist noch einfacher zu berechnen als der ROI. Die Formel dafür ist folgende:

ROAS = (Umsatz - Betriebsausgaben) / Werbeausgaben x 100

Eine Beispielrechnung:

Nehmen wir an ein Unternehmen hat mit einer Werbekampagne 10.000€ Gewinn (Umsatz-Betriebsausgaben) erwirtschaftet.

Für die Schaltung der Werbeanzeigen haben sie 1.000€ ausgegeben.

Dann ist der ROAS für diese Kampagne 1.000%.

Diese Wert sollte für deine Kampagnen in den meisten Fällen so hoch wie möglich sein. Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen solltest du dir aufgrund eines niedrigen ROAS keine Sorgen machen. Je nach Art deines Projektes / Kampagne ist ein niedriger ROAS ganz normal.

Führst du bspw. eine neue Webseite ein oder führst eine Employer Branding Kampagne durch, dann wird hier dein ROAS ziemlich niedrig sein. Da diese Maßnahmen allerdings ein langfristiges Marketingziel verfolgen und meist nur indirekte Auswirkungen auf deine Umsätze hat brauchst du dir keine Sorgen machen.

Relevanz für dein Marketing

Dem ROAS kann eine hohe Relevanz im Marketing zugesprochen werden. Er ist die einzige Kennzahl, die monetäre Aspekte bei der Aussage über Erfolg oder Misserfolg mit einbezieht. Beispielsweise sagen erzielte Klicks oder Conversions nichts über den Erfolg eine Werbekampagne aus. Hast du viele Conversions aber dein Gewinn durch die Conversions ist negativ würde dir die Conversionrate ein falsches Bild vermitteln.

Der ROAS bietet Marketern demzufolge die Möglichkeit Ihre Kampagne auf Basis der Ausgaben und Gewinne zu bewerten. Gerade im Bereich Paid Advertising wie bspw. über Google, Facebook oder Instagram findet der ROAS häufig Anwendung.

Abschließend kann man sagen, dass der ROAS bei bezahlter Werbung immer zur Erfolgskontrolle verwendet werden sollt.

Verbesserte Conversions bringen niemandem etwas, wenn dadurch der Gewinn nicht gesteigert werden kann. Jedoch kann anhand der nicht monetären Kennzahlen, bei einem schlechten ROAS überprüft werden, wie der ROAS verbessert werden kann.